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Auszeichnung für Ruth Gerbracht
Weser-Kurier-Sportredakteurin Ruth Gerbracht kann sich über eine hohe Auszeichnung freuen: Sie erhielAuszeichnungt vom Verband der Deutschen Lokalzeitungen den 2. Lokalsport-Preis für ihre Reportage „Dienstreise in Grün-Gold: 21 Stunden für den Triumph“. Der Verein Bremer Sportjournalisten gratuliert zu dieser Ehrung.
Gespannt verfolgen die Bremer Tänzerinnen und Tänzer mit Trainer Roberto Albanese (vorne rechts) die Videoaufzeichnung der Vorrunde. Fotos: Ruth Gerbracht
Dienstreise in Grün-Gold: 21 Stunden für den Triumph
Von Ruth Gerbracht
Eine Reise abseits vom Glanz und Glitter des Tanzsports zeigt, wie aufwendig die Grün-Gold-Formation kämpft, um am Abend eines langen Bundesliga-Tages als Sieger das Parkett zu verlassen.
Düren. Es war mal wieder ein perfekter Abend. Die Lateinformation des Bremer Grün-Gold-Club gewann am späten Samstagabend das dritte Bundesligaturnier der Saison und hat sich damit vorzeitig für die Weltmeisterschaft im Dezember qualifiziert. „Das haben sie wirklich super gemacht“, freute sich Trainer Roberto Albanese über die ausdrucksstarke Leistung seiner Mannschaft, die schließlich – zum dritten Mal – mit sieben Einsen belohnt wurde.
Völlig unverständlich war dagegen die Bewertung des B-Teams, das in Düren nach seinem schwachen Auftritt im zweiten Turnier dieses Mal eine fehlerfreie und rasante Vorstellung ablieferte. Die Mannschaft von Trainerin Uta Albanese wurde zwar hinter dem TSZ Velbert Dritter, allerdings knapp mit drei Vieren und vier Dreien.
Gefeiert werden durfte trotz dieses kleinen Wermutstropfen. Schließlich tanzt der Europameister aus Bremen, das A-Team, derzeit in einer eigenen Liga. Acht Paare, zwei Runden à sechs Minuten in perfekter Harmonie und Synchronität – und am Ende heißt der Sieger Grün-Gold Bremen – in dieser Saison immer mit allen Einsen.
Doch was am Abend so glamourös und leicht ausschaut, ist das Ergebnis harter Trainingsarbeit. Und nicht nur das. Auch ein Turniertag hat wenig Glanzvolles zu bieten. Stattdessen: Viel Arbeit, eine Menge Schweiß, ein elend langer Tag, das permanente Bemühen, über viele Stunden eine Wettkampfspannung zu halten. Alles, was zum Erfolg gehört, bleibt für den Zuschauer meist unsichtbar. Um ein wenig Transparenz zu bieten, haben wir uns an die Fersen der Lateinformation des Grün-Gold-Club Bremen geheftet und sie zum dritten Bundesligaturnier nach Düren begleitet.
Beginn einer Dienstreise
8.00 Uhr: Bei ungemütlichen 3 Grad minus treffen sich die Tänzer am ZOB. Der Bus, der beide Bremer Lateinformation, A- und B-Team, nach Düren bringen soll, wartet bereits. Noch ziemlich blass, etwas müde und in dicke Schals gehüllt sind die Formationstänzer kaum zu erkennen. Dennoch: Es herrscht bereits ein großer Begrüßungstrubel, begleitet vom Klappern der Koffertrolleys, die schließlich im Bauch des Busses verschwinden. Noch schnell einen Kaffee beim Fastfood-Shop nebenan ergattern und dann endlich, geht’s los. Mit dabei: 52 Reisende – Teams, Trainer, Präsident sowie die unzähligen Kisten an Marschverpflegung – von Vereinswirtin Inge Neumann liebevoll zusammengestellt.
8.30 Uhr: Die ersten versuchen, die kurze Nacht mit einer Runde Schlaf zu kompensieren. Andere hingegen sind zu aufgekratzt, um die Augen zu schließen. Ein Video muss her: Zum x-ten Mal flimmern die Animationsfiguren von Ice Age über den Videobildschirm.
12.30 Uhr : Nach viereinhalb Stunden ist das Ziel erreicht. Die letzten zwei Stunden haben einen mehr und mehr an eine Klassenfahrt erinnert. Musik, viel Gelächter und viel Unsinnreden sorgen für gute Laune. Von Wettkampfanspannung ist noch nichts zu spüren. Die wird erst jetzt, nachdem alle aus dem Bus stürmen, ein kleines bisschen erkennbar. In Windeseile ist der Bus leer. Die beiden Umkleidekabinen werden schnellstens in Beschlag genommen. Die modernen Räume der Arena Kreis Düren mit den anliegenden Duschen können sich wirklich sehen sehen lassen. Großzügig geschnitten, lassen sie die vielen kleinen Verschläge, in denen Tänzer bei Formations-Turnieren oftmals hausen müssen, in Vergessenheit geraten.
12.40 Uhr: Katrin und Karola Löffler haben alle Hände voll zu tun. Ein langer Tisch muss her und vor die Garderobe gestellt werden. Hier soll das Büfett mit der Verpflegung für den ganzen Tag stehen. Die beiden sind nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, die Mannschaften zu verköstigen. Der Blick anschließend aufs Büfett verheißt Sensationelles: Salate, Gemüse, Obst, Kuchen, belegte Brötchen und eine köstliche Nudelpfanne – das muss bis ungefähr 22 Uhr reichen. Es grenzt fast an ein kleines Wunder, was die beiden – ehrenamtlich versteht sich – in so kurzer Zeit auf die Beine stellen. Eine Logistik, die Mutter und Tochter schon zu Hause bei sich ausgetüftelt haben.
Verwandlungen
13.00 Uhr: Unterdessen geht es in der Kabine darum, blonde, blasse Norddeutsche in schwarzhaarige braungebrannte Lateintänzer- und Tänzerinnen zu verwandeln. Vor allem der zusammengerührte „Profitan“ lässt kein bisschen weiße Haut mehr zu. Gegenseitig sprühen sich die Damen die ziemlich eklig aussehende braune Flüssigkeit auf den gesamten Körper. Dann wird das Ganze mit einem Schwamm verteilt. Die Spuren dieser Bräunungsaktion sind anschließend in den makellos sauberen weißen Duschräumen nicht zu übersehen. Angeblich verschwinden diese auch wieder so schnell, wie sie gekommen sind. Wir werden sehen.
Wenn alles fertig ist, schauen Julia uns Nadine perfekt aus. Beim richtigen Augen-Makeup ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.
13.15 Uhr : Wer zunächst die Verspanntheit einer vierstündigen Busfahrt loswerden will, kann dies bei Heiner Wolken tun. Der Physiotherapeut ist immer dabei, und für die Wehwehchen der Tänzer zuständig. Hier in Düren schlägt er seine mobile Massagebank im Duschraum auf. Kurz nach dem Aufklappen gibt’s die ersten Anfragen. „So ein Bundesligatag ist anstrengender als bei einer WM, wo wir einen Tag vorher anreisen und ein Hotelzimmer haben“, stöhnt Ernst Rych. An diesem Abend hat der Physiotherapeut eine Menge zu tun. Doch Heiner Wolken legt nicht nur Hand an. Aus seinem Koffer verteilt er eine Kopfschmerztablette an die Trainerin, ein ätherisches Öl für die verschnupfte Tänzerin Katja – und einen witzigen Spruch gibt’s noch für alle obendrauf.
13.30 Uhr: 18 Tänzer und Tänzerinnen drängeln sich vor zwei Spiegeln. Alle mit Haargel, Kamm oder Makeup-Schwamm bewaffnet. Hektik allerdings ist Fehlanzeige. Denn einige drehen wieder ab und setzen sich mit kleinen Spiegeln in der Hand auf den kalten Fliesenboden und frisieren weiter. Jeder hilft jedem. Uta Albanese, Trainerin des B-Teams, übernimmt in vielen Fällen das Augen-Make-up, die routinierten Tänzerinnen versorgen für sich selbst. Schwarzes Haarspray mit einer Ladung Haarlack geben den Herren der Grün-Gold-Formation den entschiedenen Kick für den Latinolook. Bei den Damen geht es dann richtig rund. Erst muss Maß für den exakten Mittelscheitel genommen werden, bevor die Haare mit einer dicken Gelschicht stramm nach hinten gekämmt werden. Dann wird’s ernst: Wenn das Haar glatt am Kopf anliegt, wird schwarze Schuhcreme aufgetragen. Die hält am besten, ist am preiswertesten und lässt sich am besten wieder auswaschen. Die Marke spielt dabei keine Rolle.
14.45 Uhr: Stellprobe. So langsam wird es ernst auf dem Parkett. Erste Wettkampfanspannung ist zu spüren. Für 15 Minuten darf jede Lateinformation auf die unbekannte und ungewohnte Tanzfläche. Das Parkett kann getestet werden. Die Fläche in Düren ist extrem schmal. Es wird geprüft, wie und wo die Tänzer am besten bei den Diagonalen stehen. Mal ist es zu eng, mal zu weit auseinander. Trainer Roberto Albanese gibt oben von der Tribüne, wo er von einer Ecke zur anderen tigert, die nötigen Anweisungen. Die letzten Korrekturmöglichkeiten werden genutzt. Der Trainer ist im Großen und Ganzen zufrieden. Seine Aufmerksamkeit gilt vor allem einem Paar, das in der Vorrunde zum ersten Mal in dieser Saison aufs Parkett muss. Sie brauchen viel Zuspruch, die Nervosität ist dort besonders groß. Pünktlich nach 15 Minuten wird die Mannschaft vom Wettkampfleiter vom Parkett gescheucht. Betteln um weitere Minuten sind verpönt.
15.00 Uhr: Reparaturarbeiten: Weiter geht’s mit Bräunen, Schminken oder Restaurierungsarbeiten an den Fingernägeln. Auch dafür gibt es beim Grün-Gold-Club einen Ansprechpartner: Claudia Weber reist mit ihrem Koffer von Turnier zu Turnier mit und hat nageltechnisch alles im Griff. Fazit an diesem Abend: Lediglich drei abgebrochene Nägel müssen repariert werden.
16.00 Uhr: Ansonsten heißt es: Weiter warten bis zum ersten Auftritt. Die Zeit überbrücken. Mit lauter Rockmusik versuchen die Mannschaften sich in Stimmung zu bringen. Aufwärmübungen in den leeren Gängen der Halle sollen den Körper schon mal in die richtige Form bringen. Dehnübungen auf kalten Betonböden würde kein Fußballer akzeptieren, die Tänzern tun dies klaglos. Sie sind es nicht anders gewohnt. So langsam hält es kaum einen noch in der Kabine. Alle wollen endlich raus. Wollen endlich tanzen. Ein lateinamerikanisches Feuerwerk abbrennen.
Einmarsch der Gladiatoren
18.40 Uhr: Dann ist es soweit. Die Veranstaltung beginnt. Alle acht Formationen begeben sich zur ersten Vorstellung aufs Parkett und werden von 1500 Zuschauern begeistert empfangen. Die Begeisterung steckt an und lässt den Adrenalinspiegel bei den Formationstänzern in die Höhe schnellen.
18.50 Uhr: Wieder warten. Die Bremer starten als letztes der acht Teams. Die Kabinentür ist geschlossen. Roberto Albanese hat seine Mannschaft zusammengeholt. Die Videoaufnahme der Stellprobe wird auf dem mitgebrachten Fernseher gezeigt und konzentriert analysiert. Der Trainer ist ein Meister der Motivation. Er lobt, kritisiert, baut auf und gibt dem Team eine Menge Selbstbewusstsein mit auf den Weg. „Mit zwei Siegen im Rücken habt ihr genügend Selbstvertrauen, um noch präsenter aufzutreten. Leidenschaft will der Coach sehen. Das Publikum soll eingefangen und verzaubert werden. Konzentriert hören alle zu. Keine Blödelei, kein dummer Spruch ist in dem Moment zu hören. Alle wissen, worum es geht. Die Formation ist die beste, die es zurzeit gibt. Das wollen sie unter Beweis stellen. Alle Entbehrungen, die dieser glamourös aussehende, aber ungemein trainingsintensive Sport mit sich bringt, sind in dem Moment vergessen, wenn die Musik erklingt.
19.40 Uhr: Als letztes der acht Teams schreiten die Tänzer und Tänzerinnen der Grün-Gold-Formation auf die Fläche. Begleitet werden sie vom sympathischen Applaus der ungefähr 1500 Zuschauer. Der Trainer nimmt auf seinem Stuhl Platz, gibt das Zeichen – darauf haben sie seit heute morgen gewartet: Die italienisch-klassische Musik der neuen Choreographie „Siamo noi“ erklingt, und sechs Minuten lang bewegen sich acht Paare elegant, dynamisch, rasant und ungemein synchron auf dem Parkett. Eine überzeugende Vorstellung. Fürs erste zumindest. Schließlich wartet noch das Finale. Dort tanzen dann die besten fünf Formationen am Abend schließlich um den Sieg im dritten Saisonturnier.
20.20 Uhr: Erneut Besprechung: Der Trainer ist zufrieden. Für den ersten Durchgang war das eine souveräne Vorstellung. Kleine Fehler werden mittels Videoaufzeichnung aufgearbeitet. Wieder sitzen alle im Umkleideraum eng zusammen. Die meisten auf dem Boden. Für alle ist kein Platz auf den Bänken. Selbstkritisch versuchen sie, sich selbst auf eine noch bessere Endrunde einzustimmen. Der Trainer will vor allem eins im Finale noch besser sehen: „Mehr Leidenschaft“. Das macht Lateintanzen aus, und genau das ist die Stärke der Bremer.
Finale
21.15 Uhr: Die Lateinformation des Grün-Gold-Club muss als erste auf die Fläche. Manchem erscheint dies als Nachteil, in diesem Fall ist es egal. Schon beim Einmarsch sieht man an der Körpersprache: Hier sind wir (italienisch: Siamo noi) – wir sind die besten. Selbstbewusst und mit den vom Trainer geforderten Emotionen schöpfen sie ihr großes tänzerisches Potenzial perfekt aus. Der Lohn: Sieben Einsen, die beste Wertung, die man bekommen kann. Der Jubel ist grenzenlos. Sie haben es wieder geschafft. Zweimal sechs Minuten lang haben sie bewiesen, dass ihnen national zurzeit keine andere Lateinformation nahekommt. Sie haben den Lohn für ihr hartes Training erhalten. Eine kleine Glasschale bekommt der Trainer bei der Siegerehrung in die Hand gedrückt. Für die Aktiven gibt es Medaillen. Sonst nichts. Ein Scheck – Fehlanzeige. Doch das ist auch kein Thema bei den Teams. Sie sind Amateure. Der Sport, obwohl immens aufwändig, ist Hobby – neben Beruf oder Studium. Damit haben sie sich längst abgefunden. Jetzt wird erst einmal gefeiert.
22. 00 Uhr: Es darf abgeschminkt werden. Der Andrang unter den Duschen ist groß. Runter mit dem Bräunungsmittel, der Schuhcreme und den Haarteilen. Rein in bequeme Jeans und T-Shirts. Der Koffer ist schnell gepackt. Als alle aus der Kabine kommen, sehen sie wieder bremisch aus: Blond und ein bisschen blass. Nur der Inhalt des zurückbleibenden Müllbeutels verrät, dass hier mal Lateintänzer zu Gast waren.
23.00 Uhr: Auf der After-Showparty mit allen Teams wird noch weiter „abgerockt“. Müde scheint hier keiner zu sein. Die Tanzfläche ist prall voll, die Stimmung auf dem Höhepunkt. Für die Bremer Lateinformationen ist allerdings um 0.15 Uhr Schluss. Während Frank, der Busfahrer, seine Insassen sicher durch die Nacht kutschiert, geht die Party im Bus weiter. Einige machen tatsächlich bis zur Ankunft am ZOB um 5 Uhr morgens durch. Allen anderen fallen zuvor – erschöpft aber glücklich – doch die Augen zu.
5.00 Uhr: Zurück in Bremen nach mehr als 21 Stunden, der Sieg – ein hartes Stück Arbeit. In zwei Wochen geht’s wieder los.
Weitere Bilder stehen auf der Homepage des Grün-Gold-Clubs: www.ggc-bremen.de
| VDS zeichnete in Berlin Olaf Dorow
und Jan-Dirk Bruns aus
Unser Foto zeigt Olaf Dorow |
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Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ehrte traditionell auch während seiner Hauptversammlung 2010 in Berlin, bei der er das 100jährige Bestehen der deutschen Sportpresse feierte, Kolleginnen und Kollegen für herausragende journalistische Artikel oder Sendungen – darunter zwei Bremer. Olaf Dorow aus der Weser-Kurier-Sportredaktion erhielt den 3.Preis in der Kategorie „Großer VDS-Preis“ für die nachfolgende Reportage, die er am 8. November 2009 im Weser Kurier veröffentlichte, Jan-Dirk Bruns von Radio Bremen Fernsehen bekam den 2. Preis in der Kategorie „VDS-Fernsehpreis“ für den Film „Der wahre Erfinder der Schraubstollen“, den der WDR am 31. August 2009 sendete. Der Verein Bremer Sportjournalisten gratuliert ihnen zu dieser verdienten Auszeichnung.
Die Mauer war das beste Doping
Was es bedeutet hat, in der DDR Leistungssportler gewesen zu sein – und zwar ein "pflaumenweicher Rundendreher"
Von Olaf Dorow
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll. Als mein Chef fragte, ob ich nicht, aus Anlass des Mauerfall-Jubiläums, über die DDR-Sportler berichten könnte, ich sei schließlich mal einer gewesen, da dachte ich: Ja, und? Ich war kein Olympiasieger. Ich war noch nicht mal Olympiateilnehmer. Ich habe einmal Bronze geholt bei der DDR-Meisterschaft über 5000 Meter. Einmal war ich Mitglied der A-Nationalmannschaft. In einem Länderkampf der Freundschaft gegen die UdSSR, in Karl-Marx-Stadt. 5000 Meter, zwei Ostdeutsche gegen zwei Russen. Ich war der schwächere Ostdeutsche und habe mich auf den schwächeren Russen konzentriert. Mit einem furiosen Antritt bin ich ihm weggerannt auf der Zielgeraden. Aber vorne machte der starke Russe meinen starken Kumpel aus Potsdam platt. Deswegen stand es am Ende nach Punkten 4:3 für die sowjetischen Freunde. Wir hatten unsere Disziplin verloren. „Pflaumenweiche Rundendreher“, hat der Funktionär Manfred Ewald mal über uns Langstreckenläufer gesagt. Einen Länderkampf der Freundschaft zu verlieren war eine Schande. Nicht in der Zeitung oder in der „aktuellen kamera“, aber intern, im System. Es machte sich nicht gut für die Akte. Sportler als Karteikarten. Ewald war Chef des DTSB. Er war sehr mächtig. Er war der Erich Mielke des DDR-Sports. Wir fanden Ewald furchtbar. Fanden es doof, wie er mit uns Nicht-Olympiasiegern umgesprungen ist. Wir waren für ihn Karteikarten, bestenfalls. Im Grunde waren wir undankbares Pack. Haben dem Arbeiter- und Bauernstaat auf der Tasche gelegen und sind um die Bahn geschlichen wie kastrierte Faultiere. Aber wir konnten uns auch schön lustig machen über Ewald. Er hat genauso bescheuert geredet wie Honecker, und wir haben das nachgeäfft. Am Abend nach dem Länderkampf haben uns die Russen im Hotel zu einer Flasche Wodka überredet. Und dann noch zu einer. Was soll ich erzählen über den DDR-Sport? Man weiß doch schon so viel. Man weiß, dass alle gedopt waren. Doping und Drill, das war’s. Man leistete sich einen riesigen Doping-Drill-Apparat und warf noch ein Stasinetz drüber. Volkswirtschaftlich gesehen war das Mumpitz. Es ging aber nicht um Volkswirtschaft. Es ging um Ideologie. Ich wollte kein Diplomat im Trainingsanzug sein. Mir war das ziemlich egal. Meinen Kumpels war das auch egal. Der ganze Drill-Apparat hat nur funktioniert, weil er, eher ungewollt, ein perfektes Motiv mitlieferte. Wir wollten die Coolsten und Besten sein, wie James Bond, das sowieso. Aber vor allem: Wir wollten mal raus. Der Sport war eine Chance, wahrscheinlich meine einzige, hab’ ich gedacht. Letztlich war es das. Dafür haben wir wie besessen trainiert. Man könnte sagen: die Mauer hat uns angespornt. Sie war ein viel besseres und viel wichtigeres Doping als Oral-Turinabol. Einmal bin ich in einer Woche 270 Kilometer gelaufen, viele davon in scharfem Tempo. Wenn es verschneit oder vereist war, sind wir in der Trainingshalle des SC Empor Rostock gerannt. 25 Kilometer waren 92 Runden. Wenn man drin war in dem Drill-System, dann war man umsorgt. Man war privilegiert im Vergleich zu denen, die nicht drin waren. Als ich, in der achten Klasse, von einer normalen auf die Sport-Schule kam, bestand die Essenspause nicht mehr aus einer großen Hofpause. Sie war jetzt eine ganze Unterrichtsstunde lang. Es gab nicht mehr an vier von fünf Tagen ungenießbaren Schulspeisungsbrei. Es gab fast jeden Tag Fleisch und ordentlich Nachtisch. Die Schule war auf den Sport abgestimmt, nicht andersherum. Wir hatten unsere Ärzte, unsere Physiotherapeuten. Drei Massagen pro Woche. Als ich gut genug war, bekam ich ein bis zwei Mal im Jahr Adidas-Schuhe. Auf einer Disko Adidas anhaben, das war super. Ich war Leistungssportler, ich war was Besonderes. Um den Führerschein zu erwerben, musste man in der DDR zwei bis drei Jahre warten und rund 1000 Mark bezahlen. Wir kannten einen Fahrlehrer von der „Gesellschaft für Sport und Technik“. Zwei Wochen Wartezeit, zehn Stunden auf einem LKW, vorwiegend Umzugsfahrten zu weiteren Bekannten des Fahrlehrers, dann war ich „Militärkraftfahrer“ und hatte den Schein. Der Preis: 60 Mark und ein Paar Adidas. Westsachen waren eine tolle Sache im Osten. Ein Sonderling an der Uni Auch das Studium war auf den Sport abgestimmt. Ich ging zum Seminar, wenn es passte. Wochenlang fiel das Studium aus, ich rannte in Trainingslagern herum, irgendwo in den Wäldern Brandenburgs oder auf Usedom, im Rila-Gebirge in Bulgarien, im Kaukasus. Ich war ein Sonderling an der Uni Rostock. Ich hatte einen individuellen (!) Stundenplan in einem Einheitsstaat. Ich brauchte nicht zur Vorbereitungswoche, in der man mit soviel Marxismus-Leninismus versorgt wurde, dass es unter Studenten nur noch „Rotlichtbestrahlung“ hieß. Ich brauchte nicht wie die Kommilitonen zum Einsatz auf den Kartoffelacker, nicht ins ZV-Lager (Zivil-Verteidigung, „die Augen links!“). Ich musste nicht mal zur Armee. Im Studienplan für Diplom-Germanisten waren eigentlich 300 Stunden Marxismus-Leninismus vorgeschrieben. Ich hatte nicht mal 30. Aber wenn man nicht drin war im Drill-System, wenn man, wie es hieß, „vom Leistungsauftrag entbunden“ wurde, dann war’s das. Dann musste man aufpassen, dass einen nicht noch die NVA griff, dann musste man damit klarkommen, dass man jetzt nichts Besonderes mehr war und womöglich auch nie mehr rauskommt. Der Drill war heftig Jedes Jahr wurde kräftig gesiebt. In der achten Klasse waren wir 28 Leichtathleten an der KJS Rostock. Wir waren die Auserwählten des gesamten Bezirks Rostock. Die Besten unseres Jahrgangs zwischen Lübecker Bucht und der Insel Rügen. Fünf Jahre später war ich der einzige von den 28, den man noch nicht vom Leistungsauftrag entbunden hatte. Ich hatte Glück. Am Ende der achten Klasse bin ich DDR-Jugendmeister über 400 Meter geworden und deswegen konnte ich mir ein paar Jahr Jahre voller schlapper Leistungen leisten. Als man mich schließlich doch rausschmeißen wollte, schaffte ich bei der Junioren-Hallenmeisterschaft in Senftenberg Platz zwei über 1500 Meter. Ich blieb im System. Der Drill war heftig. Mit 17, 18 kam mein Köper nicht klar mit den hohen Intensitäten, manchmal wurde mir nach den Intervall-Läufen schwarz vor Augen und ich musste spucken. Einmal entzündete sich meine linke Wade vom vielen Rumgerenne so sehr, dass sie drei Zentimeter dicker wurde als die rechte. Ich wurde an beiden Achillessehnen operiert, und einmal habe ich einen Infekt zu sehr unterdrückt. Bin trotzdem zu Wettkämpfen angetreten mit ihm. Am Ende hatte ich eine Gehirnhautentzündung. Das Doping: hieß nicht Doping. „Unterstützende Mittel“ hießen die Pillen. „Umis“ nannten wir sie. Wir hatten kein Unrechtsbewusstsein. Alle bekamen das, auch wenn man nicht groß drüber reden sollte. Ich hab’ nur wenig geschluckt und auch nicht besonders lange. Das lag daran, dass meine Muskeln zu sehr verkrampften davon. Bei anderen ging das besser. Wenn es bei mir auch besser gegangen wäre, hätte ich auch mehr Umis genommen, na klar. Unsere Bedingungen würde man aus heutiger Sicht nicht gerade High-Tech nennen. Manchmal waren die Schuhe Schrott, ehe neue Adidas kamen. Dann haben wir Heftpflaster drumgewickelt. Wir sind stupide auf einer zwei Kilometer langen Asphaltrunde am Rostocker Zoo herumgelaufen. Ein Jugendtrainer hat mit weißer Farbe auf den Asphalt gepinselt: „Was uns nicht tötet, macht uns hart“. Um Kraftausdauer zu bekommen, schnallte sich die Sprinterin Marita Koch einen Bauchgurt um und zog extra schwere LKW-Reifen über die Piste. Ein japanisches TV-Team drehte mal einen Film über die bekannte Weltrekordlerin. Am Ende sagten die Fernsehleute: „Sehr interessant hier, Ihre Anlagen. Aber jetzt zeigen Sie uns doch bitte mal, wo Sie wirklich trainieren!“ Die Japaner konnten nicht glauben, dass es das war. Ein freiwilliges Ende Als die Mauer fiel, war ich schon seit einem Jahr kein Leistungssportler mehr. Ich war ein Student, der auch auf die Montagsdemos ging. Ich hatte freiwillig aufgehört. Hatte keine Westreisen abbekommen, immer nur Ostblock. Dabei war ich sehr brav. Jedes Jahr wurde ich von der Stasi freigegeben. Das heißt, ich bekam den Vermerk, dass ich als „Reisekader fürs KA“ bestätigt bin, fürs kapitalistische Ausland. Das habe ich später in meiner Akte gelesen. Ich habe noch viel mehr gelesen, die Sportklubs waren voll von Informanten. Mein Trainer fragte mich, ob ich jetzt zu den 99 Prozent der Bevölkerung gehören wolle. Zu denen, die jeden Morgen stumpf ins Büro oder an die Werkbank gehen würden. Ich sagte ihm, ich bringe das nicht mehr: mich zu schinden wie blöde und am Ende doch nur Dritter zu werden. Keine Westreise zu kriegen, nicht mal eine klitzekleine, nach Hamburg oder Westberlin. Der Traum war vorbei. Einen Monat nach dem Mauerfall fing ich wieder an zu trainieren. Ohne Trainer, ohne Vorgaben, ohne Doping. Ich gewann den Trierer Silvesterlauf, ich gewann die Mitsubishi-Prämie beim Genfer Altstadtlauf, ich war der Schnellste bei einem Straßenrennen durchs Brandenburger Tor und qualifizierte mich für die Nationalmannschaft, die bei einem Staffelmarathon in Tokio startete. Ich rannte beim härtesten Etappenrennen der Welt mit, von Glasgow nach London. Ich war Dritter bei einem Straßenlauf auf Bermudas. Die größte Zeitung von Hamilton, der Hauptstadt von Bermudas, hat mich danach interviewt. Sie brachten eine ganze Seite von mir. Übersetzt hieß der Titel: „Ein Traum wurde wahr“.
„Entenübergabe“ im „Erdinger“: Horst Neuman (links) reichte
das „Wappentier“ des Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) unter den wachsamen Augen
des VBS-Vorsitzenden Heinz Fricke an Wolfgang Merdes (Mitte) vom Bremer Kegler-Verein weiter, der
sich für die Auszeichnung mit einer Einladung zum geselligen Zusammensein ins Kegelzentrum
an der Duckwitzstraße bedankte. Foto: mj
Kegler Wolfgang Merdes erhielt die „Ente 2009“
Auch in diesem Jahr bedankte sich der Verein Bremer Sportjournalisten
(VBS) für gute Zusammenarbeit – sprich zuverlässige, prompte und korrekte
Berichterstattung – mit der „Ente“, die der 1. Vorsitzende Heinz Fricke
beim Weihnachtsessen im Bremer Innenstadt-Restaurant „Erdinger„ dem Pressereferenten
im Bremer Kegler Verein, Wolfgang Merdes, überreichte. Der 1939 in Bremen
geborene Kriminalbeamte, inzwischen pensioniert, trat die Nachfolge von Horst
Neumann (Bremen 1860) an.
Der Familienvater, dessen Sohn auch kegelt, während die Tochter ihren Nachwuchs
hütet, versorgt die Medien schon seit 1992 mit Informationen über den Kegelsport,
blieb indes selber aktiv. Wolfgang Merdes, Mitglied im Verein „KSK unner us“,
feierte 2001 mit dem Bremer Kegler-Verein, der eigentlich Verband heißen
müsste, sogar die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren A in
Norderstedt bei Hamburg.
Schon lange zuvor bewies er sportliche Tüchtigkeit – im Wasser.
Wolfgang Merdes gehörte über 50 Jahre lang dem SV Weser an, startete als
Schwimmer auf Bremer, norddeutscher und nationaler Ebene. 1954 entdeckte er sein Herz
für Wasserball, spielte in der Bremer Landesauswahl und in der Regionalliga,
damals zweithöchste Klasse unter der Bundesliga. Einer seiner größten
Erfolge war der Gewinn der Goldmedaille bei den europäischen Polizeimeisterschaften
„Water Polo Championship 1970“ mit der deutschen Polizeiauswahl im
englischen Blackpool. Kein Wunder, dass ihn der Bremer Schwimmclub von 1985 kurzfristig
als Trainer für seine Regionalligamannschaft verpflichtete – zu jener Zeit
hatte sich Wolfgang Merdes schon dauerhaft dem Kegeln verschrieben, dem er wohl für
immer treu bleibt. Denn er peilt nicht nur den sportlichen Erfolg an, sondern sucht auch die
Geselligkeit. mj
VBS-Vorsitzender Heinz Fricke nutzte das Weihnachtsessen 2009 zu einer besonderen Danksagung:
Er überreichte seinem Stellvertreter Klaus-Peter Berg eine Flasche Sekt als kleine
Aufmerksamkeit für dessen Verdienste um das große und beliebte Fußballturnier
der Zeitungsredaktionen im AWD-Dome( früher Stadthalle, demnächst Bremen Arena),
das Klaus-Peter Berg zum 25. Mal problemlos über das Parkett brachte.
Foto: mj
25. Fußballturnier der Zeitungsredaktionen:
Achimer Kurier/Verdener Nachrichten vorn
Das Team „Die Norddeutsche“ hat ihren Titel beim
Jubiläums-Fußballturnier der Bremer Sportpresse nicht verteidigen können.
Hinter dem neuen Turniersieger, der Kombination aus Achimer Kurier und Verdener
Nachrichten und dem Büro- und Marketing-Team des SV Werder Bremen landeten die
Nord-Bremer auf Platz drei. Im „Finale“ hatte sich Achim/Verden in einem
spannenden Spiel mit 3:2 gegen Werder durchgesetzt. Nach einer 3:0 Führung
wurde es für den neuen Titelträger noch einmal richtig eng.
Neun Mannschaften liefen auf, darunter erstmals Hit Radio Antenne Bremen.
Mannschaften der Kreiszeitung Syke, dem Weser-Kurier, zwei vom Gastgebenden AWD-Dome
und der Bremer Sportpresse vervollständigten das Teilnehmerfeld.
Bereits zum 25. Mal fand dieses schon traditionelle Turnier in Bremens größter
Halle, dem AWD-Dome – er heißt ab 1. Januar „Bremen-Arena“
– am Vortag des größten deutschen Amateur-Hallenturniers des Bremer
Fußball-Verbandes statt. Für Organisator Klaus-Peter Berg, der das Turnier
1984 ins Leben gerufen und seitdem auch immer organisiert hatte, soll es das letzte
gewesen sein - kündigte er bei der Siegerehrung beim Grünkohl-Essen mit
„Gersten-Kaltschale“ an. Er hofft, dass sich ein Nachfolger
findet. „Denn es wäre ja schade, wenn diese Tradition einfach beendet würde,
nur weil ich mich zurückziehe“, meinte er. Wie immer fand er lobende Worte für
die fairen Spiele und die gut leitenden Schiedsrichter René und Horst Jacobi. Eine
Verletzung gab es dennoch zu beklagen: Ein Spieler verdrehte sich ohne
Feindeinwirkung das Knie. Das Ganze ging aber doch glimpflich ab, wie sich
später herausstellte. Von dieser Stelle kommen dennoch gute Genesungswünsche.
Insgesamt fielen in den 18 Spielen 65 Tore. In drei Dreiergruppen spielte
zunächst jeder gegen jeden, danach gab es erneut drei Dreiergruppen, in denen
die jeweils Ersten, Zweiten und Dritten ihre Gruppensieger ermittelten. Am Ende
gab es schließlich folgende Platzierungen: 1. Achimer Kurier/Verdener
Nachrichten, 2. SV Werder, 3. Die Norddeutsche, 4. AWD-Dome II, 5. Hit Radio-Antenne,
6. Kreiszeitung Syke,
7. Weser-Kurier, 8. Bremer Sportpresse,
9. AWD-Dome I. (kpb)

David Schön, Markus Lotz, Christoph Hopp, Jörn Kowski, Arne Tonn, Ehrhard Müller,
Michael Schön und Lars Köppler (von links) bildeten die Siegermannschaft aus Achimer
Kurier und Verdener Nachrichten beim 25. Fußballturnier der Zeitungsredaktionen,
das Klaus-Peter Berg für den Verein Bremer Sportjournalisten wie gewohnt sicher über
das Parkett des AWD-Domes brachte.
Klaus-Peter Berg gewann die
VBS-Skatmeisterschaft 2009
Auch die 34. Skatmeisterschaft des Vereins Bremer Sportjournalisten
(VBS) im Presseclub verlief spannend: Praktisch entschied der letzte
Stich über den Erfolg von Klaus-Peter Berg, der sich mit 1500 Punkten
nach zwei ausgeglichenen Runden (775 + 725) vor Jörg Niemeyer (1461)
durchsetzte, der ebenfalls in beiden „Halbzeiten“
gleichmäßig gut spielte (721 + 740). Dagegen baute einer der
großen Mitfavoriten nach der Pause ab. Jürgen Malekaitis startete
mit 845 Zählern, kam aber im zweiten Umgang nur noch auf 466 Punkte.
Als Folge musste er sich mit Rang drei (1311) vor Wilhelm Johannson (1284),
Klaus-Jürgen Pfeffer (1234), Friedrich Caron-Bleiker (1218),
Dietrich Köhler-Franke (922), Ralf Wiegand (914), Michael Thurm (890),
Stefan Freye (849), Michael Jacobi (770) und Ludwig Evertz (655) zufrieden geben.
Klaus-Peter Berg gewann den Pokal seit der ersten Meisterschaft 1975
zum fünften Mal und darf ihn nach den Regeln für immer behalten.
Der VBS steht in der Pflicht, einen neuen Cup anzuschaffen – sowieso.
Denn der alte „Pott“ bietet nach vielen Jahren keinen erfreulichen
Anblick mehr. mj
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Klaus-Peter Berg (Mitte) gewann den Skat-Pokal 2009 des Vereins Bremer
Sportjournalisten im Bremer Presseclub vor Jörg Niemeyer
(rechts) und Jürgen Malekaitis und darf ihn für immer daheim parken. Im
nächsten Jahr reizen die Bremer Skatspieler um einen neuen
„Pott“. Foto: mj
Jahreshauptversammlung 2009:
Das VDS-Sportfest fest im Visier
Auch die Jahreshauptversammlung 2009 des Vereins Bremer
Sportjournalisten VBS), zeitgleich mit der des Sportvereins
Sportpresse Bremen abgehalten, war nicht überlaufen. Neben dem
achtköpfigen Vorstand kamen noch sieben Kolleginnen und Kollegen
ins Heim des TV Rot-Weiß in der Pauliner Marsch am Weserstadion.
Neuwahlen standen nicht an, aber der Tagesordnungspunkt " 54.
Sportpressefest des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS)
am 5. und 6. Oktober in Bremen" hätte durchaus mehr Zuspruch
erheischen können. Denn eins steht fest: Ohne Helfer kann der
Vorstand das zweitägige Programm nicht organisieren.
Immerhin sagten einige Teilnehmer der Versammlung ihre Mitarbeit
bereits zu, aber für Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Geländelauf,
Schießen, Bremer Dreikampf, Skat, Kniffel und Dart werden weitere
Kombattanten benötigt. Auch die finanzielle Komponente spielt eine
Rolle: Die Unterstützung von Werder Bremen, Infront, Sparkasse in
Bremen, Weser Kurier, Bremer Touristik Zentrale, Bremer Straßenbahn
AG, diverser Sportverbände und -vereine muss nicht ausreichen, das
Treffen von eventuell 150 (!) Gästen zu organisieren. Immerhin hat
der VDS eine Bürgschaft in Aussicht gestellt und auf keinen Fall
wird der VBS seine Reserven angreifen.
Der VBS-Vorsitzende Heinz Fricke nannte diese Teilnehmerzahl nach
seiner Teilnahme am VDS-Wahlkongress wenige Tage zuvor in Nürnberg,
die bis zum Meldeschluss am 31. Juli bestätigt werden könnte. Vor
allem die Fußballspieler und speziell die aus den ostdeutschen
Landen haben Bremen bereits in ihr Visier genommen. Als Folge geht
der VBS auf Suche - nach kostengünstigem Transport der Gäste durch
Bremen, nach Sponsoren für ihre Verköstigung während der sportlichen
Wettbewerbe am Dienstag, am Spieleabend am Montag und beim
abschließendem Bremen-Abend am Dienstag auf dem Theaterschiff.
Viele Kolleginnen und Kollegen haben ihre Bereitschaft erklärt,
den Vorstand auf jede Weise zu unterstützen, der hofft, am 5. und
6. Oktober wie schon 1993 ein bundesweites Sportfest der
Sportjournalistik auf die Beine stellen zu können, das sich
sehen lassen kann.
mj
Nach der dreistündigen Skatmeisterschaft 2008
versammelten sich Jörg Sarbach, Jörg Niemeyer, Stefan
Freye, Ludwig Evertz, Dietrich Köhler-Franke, Klaus-Jürgen
Pfeffer (stehend von links), Michael Jacobi, Ralf Wiegand, Paul
Pätzel, Klaus-Peter Berg und ein hoch erfreuter Sieger
Jürgen Malekaitis (sitzend von links) zum Gruppenbild.
Foto: Schäfer
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Skatmeisterschaft 2008:
Jürgen
Malekaitis vor Klaus-Peter Berg
Die 33. Skatmeisterschaft des Vereins Bremer
Sportjournalisten (VBS) verlief bis zum Schuss recht spannend:
Jürgen Malekaitis, schon öfter erfolgreich, gewann
das reizvolle Duell mit Vorjahrssieger Klaus-Peter Berg. Er
siegte nach zwei Runden mit 1527 Punkten vor seinem
gefährlichsten Rivalen, der 1311 Zähler erzielte.
Jörg Niemeyer ( 1100) eroberte den dritten Platz und kam
auch noch in den Genuss von Würstchen-Gutscheinen, die
Klaus-Jürgen Pfeffer mitgebracht hatte. Der führte
mit 1044 Punkten das abgeschlagene Feld vor Stefan Freye (957),
Jörg Sarbach (880), Ludwig Evertz (778), Paul Pätzel
(729), mit 92 Jahren (!) ältester Teilnehmer, Ralf Wiegand
(652), Dietrich Köhler-Franke (613) und Michael Jacobi
(412) an.
Jörg Sarbach nahm als Gast an der offenen
Meisterschaft teil und hielt sich bestens.
Der VBS hatte
auch zu Kniffel und Doppelkopf eingeladen, aber die Mitglieder
wollen offenbar nur Skat spielen - ein Fingerzeig für die
Zukunft.
mj |

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Angelika Siepmann, Dietrich Köhler-Franke, Jörg
und Claudia Niemeyer (stehend von links), Ingka Wagner, Carsten
und Monika Spöring (sitzend von links) stimmten sich auf
das Spargelessen ein... |
Der Spargel schmeckte im "Haus am Walde"
Sieben Mitglieder und ihre Partner trafen sich zum
Spargelessen im "Haus am Walde", zu dem der Verein
Bremer Sportjournalisten erstmals geladen hatte -allerdings nur
die Getränke und nicht das komplette Diner übernahm.
Dennoch lautete das Fazit nach knapp drei Stunden mit vielen
anregenden Gesprächen bei sommerlichen Temperaturen:
Wiederholung durchaus erwünscht.
Die angeregte Radtour
durch das Blockland fiel zwar aus, aber immerhin drei Paare
fuhren mit ihren Drahteseln zum beliebten Ausflugslokal am
Kuhgrabenweg, das sich für das Weihnachtsessen 2008
empfahl.
...nach dem Jörg Sarbach fast die gesamte
Gruppe bei anschließen- dem gemütlichen
Beisammensein aufnahm (von links Claudia Niemeyer, Monika
Spöring, Carsten Spöring, Michael Jacobi, Ralf
Wiegand, Anja Zimmermann, Ruth Gerbracht, Jörg Niemeyer
und Dietrich Köhler-Franke). |

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Horst Neumann von Bremen 1860
erhielt eine gesunde "Ente"

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Nicht nur Ekkehardt Lentz(links) zeigte sich
erleichtert, dass er eine kerngesunde "Ente" nach
ihrer "Genesung" zum Weihnachtsessen 2008 des
Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) in die "Munte"
bringen konnte. VBS-Vorsitzender Heinz Fricke überreichte
die beliebte Trophäe, Ausdruck für gute
Informationsarbeit, an den Manager von Bremen 1980, Horst
Neumann, der sie ein Jahr lang in Obhut nimmt -hoffentlich
ohne Schaden. Foto: mj |
Der Verein Bremer Sportjournalisten (VBS) konnte bei
seiner Weihnachtsfeier 2008 in der "Munte" am
Stadtwald aufatmen: Die "Ente" fliegt wieder.
Ekkehardt Lentz, Vizepräsident von Tura Bremen, hatte die
Trophäe für gute Informationsarbeit vor einem Jahr
erhalten, stolperte mit ihr indes vor dem eigenen Vereinsheim,
so dass das Tierchen buchstäblich seinen Kopf verlor. Die
bekannte Bremer Porzellanklinik fügte die "Ente"
mit mühsamer "Fummelei" wieder zusammen und
VBS-Vorsitzender Heinz Fricke konnte sie dem neuen Preisträger
Horst Neumann überreichen.
Der 1953 in Eimbeckhausen am Deister geborene Horst Neumann, verheiratet,
eine Tochter, hatte diese Auszeichnung längst verdient,
denn er prägte die Kunstturn-Szene an der Weser wie kein
Zweiter. Schon als Jugendlicher ging er an die Geräte des
VfB Eimbeckhausen, spielte in dem Verein auch Fußball und
bei TuSpo Münder später Handball. Nach der Ausbildung
zum Sportlehrer an der Deutschen Turnschule/Frankfurt kam er
1976 nach Bremen und agierte beim Traditionsverein ATSV Bremen
1860 als Sportlehrer mit den Schwerpunkten Allgemeines Turnen,
Kunstturnen, Gymnastik und Volleyball. Seit 1980 arbeitet er
als hauptamtlicher Kunstturntrainer mit A-Lizenz und kann auf
eine wahrlich erfolgreiche Zeit zurückblicken.
Horst
Neumanns Schützlinge turnten in allen Wettkampfstufen des
Deutschen Turner Bundes (DTB) und feierten mehrere deutsche
Meisterschaften. Zahlreiche seiner Aktiven gehörten den
DTB-Kadern und der deutschen Nationalmannschaft an. Die
1860-Riege stieg von der Landesliga bis in die 1. Bundesliga
auf, und die Mehrzahl der Mannschaftsmitglieder kam aus dem
eigenen Nachwuchs. Horst Neumann führte seine Mannen von
1984 bis 2001 als Trainer in der 1. oder 2. Bundesliga, seit
1994 als Manager. Er initiierte das vereinseigene
1860-Leistungzentrum für Kunstturnen, damals für
einen Klub einzigartig in Deutschland.
Horst Neumann, von 1978 bis 1982 Sportlehrer an der Realschule
Hemelinger Straße, wechselte danach zu Bremen 1860 und bewältigte
ab 1982 seine schwierigste Aufgabe - den Neuaufbau des Vereins, der
eine ungemein schwierige Zeit erlebte. Unter der "Regie"
von Horst Neumann, ab 1986 Geschäftsführer, kletterte
die Mitgliederzahl von 1555 (1982) auf 6800 in diesem Jahr.
Bremen 1860 bietet 16 Sparten an, aber Kunstturnen auf höchstem
Niveau lässt sich nicht mehr realisieren. Doch der
"Ententräger" 2008 bleibt seinem Metier treu,
denn er hilft in jedem Jahr mit, das beliebte "Feuerwerk
der Turnkunst" zu organisieren, das Tausende Zuschauer in
den AWD-Dome lockt.
mj
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Jahreshauptversammlung 2008:
Vertrauen für den Vorstand
19 Kolleginnen und Kollegen kamen zur Jahreshauptversammlung
2008 des Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) beim TV Rot-Weiß,
die einen besseren Besuch als manche Veranstaltung im Jahr 2007
verzeichnen konnte. Das Treffen dauerte nur eineinhalb Stunden,
von denen die Wahlen die wenigste Zeit beanspruchten. Der Vorstand
erhielt das einstimmige Vertrauen, auch der Wechsel im Amt des
Schatzmeisters verlief reibungslos. Jörg Niemeyer, bisher
Beisitzer, trat die Nachfolge von Wilfred Bendul an, der nicht
mehr kandidierte und als neuer Beisitzer rückte Wilhelm
Johannson nach.
Heinz Fricke (1. Vorsitzender), Klaus-Peter
Berg (2. Vorsitzender), Jörg Niemeyer (Schatzmeister),
Michael Jacobi (Schriftführer), die Beisitzer Angelika
Siepmann, Otto-Ulrich Bals, Stefan Freye und Wilhelm Johannson
führen den Verein in den kommenden zwei Jahren. Sie bereiten
schon das VDS- Sportfest 2009 nebst Verbandsratssitzung in der
ersten Oktoberwoche in Bremen vor, stellten aber noch einmal fest,
dass der Verein kein finanzielles Risiko eingeht und das an zwei
Tagen geplante Fest nur bei ausreichender Beteiligung
organisiert.
Apropos: Große Sorgen bereiten dem Vorstand
die mangelnde Beteiligung an den diversen Aktionen:
Weihnachtsessen und Fußballturnier waren gut, Minigolf-
Turnier und Skatmeisterschaft nur mäßig besucht, der
Treff beim Kegelverband fiel ganz aus. Die Diskussion ergab:
Einige Veranstaltungen begannen zu früh, andere scheinen
nicht mehr zeitgemäß zu sein. Dennoch sollen auch 2008
einige Aktivitäten wie Bowling und Skat angeboten werden.
Auch eine Aktion mit der Hanseatischen Veranstaltung Gesellschaft,
die das traditionelle Skatturnier nicht mehr aufzieht, steht zur
Debatte. Konkretes Ergebnis: Am Sonnabend, 24. Mai 2008
organisiert der Verein Bremer Sportjournalisten ein Spargelessen,
eventuell verbunden mit einer Fahrradtour und hofft auf großen
Zuspruch... mj
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Nach dem Finale stellten sich die Mannschaften von "Die
Norddeutsche"
und Werder (traditionell in grün-weiß)
mit den beiden Schiedsrichtern Dirk
und Horst Jacobi sowie
Organisator Klaus-Peter Berg zu einem Abschlussfoto.
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"Die Norddeutsche" gewann
das
Fußball-Hallenturnier 2007
Spannend bis zum allerletzten Schuss auf das Tor verlief das
Fußball-Turnier 2007 der Bremer Sportpresse im AWD-Dome, wie
üblich kurz vor dem großen Amateur-Hallenturnier des
Bremer Fußball-Verbandes. Denn das hatte es in den bisher 24
Jahren dieser Traditionsveranstaltung noch nicht gegeben: Nachdem
das Finale zwischen den Mannschaften "Die Norddeutsche"
und Werder- Magazin 2 3:3 endete, musste ein Siebenmeterschießen
über den Turniersieg entscheiden. "Die Norddeutsche"
setzte sich glücklich mit 5:3 gegen die Werderaner durch,
denen ein Fehlschuss unterlaufen war.
Deren Erstvertretung, im
Vorjahr noch strahlender Sieger, musste mit dem vorletzten
Turnierplatz vorlieb nehmen. "Die Norddeutsche" war
durch Dennis Damberg, Matthias Thode und Peter Kemna schon mit 3:0
in Führung gegangen, doch das Team vom Werder-Magazin, dass
mit Sonja Päs sogar eine junge Frau einsetzte, glich dank
Michael Rudolph (2) und Moritz Cassalett in letzter Sekunde noch
aus. Mit einem gehaltenen Siebenmeter avanzierte schließlich
Torwart Reiner Tienken zum Matchwinner.
Insgesamt acht Teams
nahmen teil. Allerdings fehlten mit den Mannschaften der
Kreiszeitung Syke, dem Weser-Report und BILD- Bremen Jahr drei
Stammgäste. Sie wollen aber im nächsten Jahr wieder an
den Start gehen. Dafür stellte der Hallen-Gastgeber, die
Hanseatische Veranstaltungs-Gesellschaft (HVG), gleich zwei Teams,
ebenso das Werder-Magazin. Erstmals dabei war eine Mannschaft vom
Hallensponsor, der AWD-Finanzdienstleister aus Hannover.
Nach
der Vorrunde, die in zwei Vierergruppen ausgespielt wurde, folgten
zwei Halbfinalspiele, deren Sieger ins Finale einzogen. Danach
wurden sämtliche Platzierungen ausgespielt: Finale: "Die
Norddeutsche" - Werder-Magazin 2 3:3 (5:3 nach
Siebenmeterschießen), um Platz 3: Team AWD - Verdener
Nachrichten/Achimer Kurier 5:0, um Platz 5: HVG 1 -
Weser-Kurier/Bremer Nachrichten Sportredaktion 7:0, um Platz 7:
Werder-Magazin 1 - HVG 2 6:0. Wichtiger als alle Tore und Siege
war Klaus-Peter Berg, der das Turnier über alle Jahre
organisiert, erneut die Tatsache, dass sich alles im sportlichen
Rahmen hielt. "Wir wollen so kurz vor Weihnachten doch nicht
riskieren, dass sich jemand verletzt", meinte er beim
abschließenden Abendessen, das die HVG erneut großzügig
gesponsert hatte. Im nächsten Jahr soll es natürlich
eine Neuauflage des Turniers geben, dann vielleicht in einem etwas
anderen Rahmen, wenn es zum 25. Mal um den Pokal der Bremer
Sportpresse geht.
(kpb) |
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Die Überreichung der "Ente", die der Verein
Bremer Sportjournalisten seit 1989 in jedem Jahr für gute
Zusammenarbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verbänden
und Vereinen übergibt, erfolgte 2007 im stilvollen Ambiente
des bekannten Gasthauses "Grothenns" in Arbergen. Der
Vereinsvorsitzende Heinz Fricke übereichte die begehrte Figur
vor dem Weihnachtessen
Ekkehard Lentz (links), |
Vizepräsident von Tura Bremen, der mit einer kleinen
Unterbrechung seit 1992 seinen Klub mit einem großen
Informationsvolumen in die Öffentlichkeit
transportiert.
Foto: mj
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Ekkehard Lentz erhielt die "Ente" 2007
Der Verein Bremer Sportjournalisten (VBS) fand sicherlich einen
würdigen Nachfolger von Squash-"Zar" Wilhelm
Eickworth als Träger der "Ente" 2007: Ekkehard
Lentz nahm die begehrte Trophäe für hervorragende
Zusammenarbeit mit den Medien beim Weihnachtsessen in "Grothenns"
Gasthaus hoch erfreut vom VBS-Vorsitzenden Heinz Fricke entgegen.
Der 1955 in Bremen geborene Erzieher leistet für seinen
Verein Tura Bremen selbst anerkennenswerten journalistischen
Einsatz bei "Tura TV" und er bedient die Presse an der
Weser monatlich mit dem Tura-Newsletter, in dem er aus allen
Sparten des 2700-Mitglieder-Klubs berichtet.
Ekkehard Lentz kam
1992 über seinen Sohn Manuel, damals ein Fußballtalent,
zu Tura, einem Verein im Bremer Westen, der viele Migranten
integrieren muss und vorbildliche Arbeit bei der Betreuung von
Zuwanderern leistet. Er übernahm zunächst die
"Presseabteilung", denn auf diesem Gebiet kennt sich
Ekkehard Lentz aus. Er war von 1979 bis 1992 Pressesprecher und
verantwortlicher Redakteur der Deutschen Friedens-Union in
Bremen/Bremerhaven, Bonn und Köln. Auch sein politisches
Engagement soll nicht unerwähnt bleiben: 1975 bis 1990 M
itglied im Landesvorstand der Deutschen Friedens-Union (DFU), 1980
Mitorganisator des Krefelder Forums, 1981 Mitbegründer der
Bremerhavener Initiative für Frieden und Abrüstung, seit
1983 Sprecher im Bremer Friedensforum, ab 1984/85 Mitglied im
Bundesvorstand "Die Friedensliste", von 1985 bis 1990
Mitglied im Bundesvorstand DFU). Er betont indes: "Ich bin
politisch durchaus neutral".
Vor einigen Jahren zog er
sich aus der Führungsetage von Tura zurück, der Verein
steckte in Turbulenzen. Doch die Lage beruhigte sich ziemlich
schnell und Ekkehard Lentz kehrte 2004 zurück - als neuer
Vizepräsident mit den alten Presseaufgaben. mj
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Ludwig Evertz, Dietrich Köhler-Franke,
Michael Jacobi, Michael Thurm, Stefan Freye, Klaus-Jürgen
Pfeffer und Gewinner Klaus-Peter Berg (von links) bildeten die
kleine Gruppe, die zur Skatmeisterschaft 2007 antrat.
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Skatmeisterschaft 2007: Klaus-Peter Berg vorn
Die Skatmeisterschaft 2007 hatte nach zwei Runden mit je 24
Spielen einen klaren Sieger: Klaus-Peter Berg dominierte das
nur siebenköpfige Feld im Heim des TV Rot-Weiß am
Weserstadion klar mit 1478 Punkten (786 plus 692) vor Michael
Thurm (1320 - 689/631) und Michael Jacobi (1112 - 380/732).
Stefan Freye, Vorjahresgewinner Ludwig Evertz, Dietrich
Köhler-Franke und Klaus-Jürgen Pfeffer folgten auf
den Plätzen. Die Organisatoren hoffen auf eine bessere
Beteiligung im nächsten Jahr, zumal das traditionelle
gemeinsame Skatturnier im AWD-Dome nicht mehr ausgetragen wird.
mj
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Ballübergabe vor der Sportschule Stadtwerder, die auch
der Bremer Fußball-Verband nutzt, mit Klaus-Peter Berg
nebst Enkel Julian, Wolfgang Kasper, Peter Groth, Michael
Stiller, Martin Rospek, Jörg Niemeyer, York Schäfer
(von links) Foto: mj
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Bremer Fußball-Verband stiftete Ball
für die Sportjournalisten
Der "Dienst" beginnt immer dienstags um 8 Uhr -
nicht für alle 103 Mitglieder des Vereins Bremer
Sportjournalisten, aber für die, die gern Fußball
spielen. Zehn bis 12 Kicker bewegen sich seit Jahrzehnten fast
zwei Stunden lang in der Halle der Sportschule auf dem Bremer
Stadtwerder, ehe sie sich in ihre Redaktionen begeben, um über
Fußball zu schreiben. Vor einiger Zeit äußerten
sie beim Vorstand dem Wunsch nach einem Spielgerät, denn
ihr Ball war doch ziemlich in die Jahre gekommen. Jetzt
erhielten sie einen neuen - vom Bremer Fußball-Verband
(BFV), der gute Kontakte zu den Medien pflegt. Wolfgang
Kasper, Vizepräsident des 37000-Mitglieder-Verbandes, fand
genau eine Woche nach seinem 60. Geburtstag Zeit, von seinem
Wohnort Erichshof nach Bremen zu fahren und überreichte
einen funkelnagelneuen WM-Ball, mit dem den Journalisten das
Toreschießen noch leichter fallen soll. Sie bedankten
sich sehr für die schöne Geste, wollen aber auch in
Zukunft distanziert über den Fußballsport an der
Weser berichten... mj
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Heinz Fricke gewann Minigolf-Turnier 2007
Das Wetter spielte zunächst nicht mit: Das geplante
Minigolfturnier beim Bahnen-Golf-Club Bremen musste ausfallen,
weil seit Mittag der Regen über Bremen prasselte.
Organisator Klaus-Peter Berg hatte schon reichlich Grillgut
besorgt, da sich zahlreiche Mitglieder nebst Partnern zu diesem
Treff angesagt hatten, der seit drei Jahren den Terminkalender
des Vereins Bremer Sportjournalisten bereichert. Nach der
Absage unternahm er eine Woche später einen zweiten Anlauf
mit Erfolg: Zwar waren einige Kollegen, die teilnehmen wollten,
schon in den Urlaub gefahren, aber immerhin acht Spielerinnen
und Spieler fuhren bei schönem Wetter in die Vahr. Sie
genossen wieder einmal die Gastfreundschaft des Ehepaares
Birgit und Dietrich Stiebeling, das professionellen Rat zum
Einlochen gab und beim Klönschnack nach dem sportlichen
Vergleich mit begehrten Getränken aufwartete. Bei
schmackhaften Nackensteaks, Bratwürsten und Lammkoteletts
vom Waller Wochenmarkt zogen Gastgeber und Gäste ein Fazit
mit dem Ergebnis, dass sie sich schon auf ein Wiedersehen im
nächsten Jahr und eine bessere Beteiligung freuen. 2008
tritt Heinz Fricke als Gejagter an. Er gewann nach 18 Runden
mit 40 Schlägen vor Stefan Freye (48) und Klaus-Peter Berg
(50), während bei den Damen Gabi Wolko (48) die wenigsten
Versuche vor Gudrun Berg (50) benötigte. mj
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Der spätere Sieger Heinz Fricke, Stefan Freye, am Ende
Zweiter, Birgit Stiebeling und Gudrun Berg, Zweite bei den
Damen, (von links) verfolgen den (vergeblichen) Versuch von
Ingka Wagner, den Golfball ins Ziel zu bringen. Foto: mj
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13 Mitglieder bei Jahreshauptversammlung
2007 Ja zum VDS-Sportpressefest im Oktober 2009
Ein kleiner Kreis fällte einen einstimmigen Beschluss:
13 Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung 2007 des Vereins
Bremer Sportjournalisten beim TV Rot-Weiß, darunter
sieben Vorstandsmitglieder (!), entschieden, dass das
VDS-Sportpressefest 2009 die Kolleginnen und Kollegen aus allen
deutschen Landen an die Weser rufen soll. Allerdings mit
Vorbehalten: Der kleinste Landesverband im VDS wird kein
finanzielles Risiko eingehen, eine Ausfallbürgschaft beim
Dachverband beantragen und sich vorbehalten, auf die Austragung
zu verzichten, falls nicht genügend Sponsoren gefunden
werden sollten. Der 1. Vorsitzende Heinz Fricke bekräftigte:
"Wir haben dieses große Treffen vor 15 Jahren
erfolgreich gestaltet und sind eigentlich wieder an der Reihe."
Er wird beim VDS-Sportpressefest 2007 in Saarbrücken
Informationen sammeln, danach bereitet ein Arbeitskreis das
Treffen vor, das nicht wie 1992 drei Tage dauert. Damals
beschäftigten zahlreiche sportliche Vergleiche und
gesellschaftliche Veranstaltungen bei Haake Beck, im Park-Hotel
und im Ratskeller die Gäste von Montag Morgen bis Mittwoch
Abend. Im Oktober 2009 sollen zwei Tage (Montag/Dienstag)
genügen. Die Erhöhung der Beiträge für
Rentner ab 65 Jahren, der Wechsel der Fußballspieler in
eine wesentlich kostengünstigere Halle und die Neuregelung
der Beiträge an den Landessportbund standen noch auf der
Tagesordnung. Fazit: Der Verein Bremer Sportjournalisten
intensiviert seinen Sparkurs, ohne seine Angebote zu
reduzieren. Das Minigolfturnier beim BGC Bremen in der Vahr
soll wieder im Herbst ausgetragen werden, die
VBS-Skatmeisterschaft steht am Montag, 5. November beim TV
Rot-Weiß an, das Skatturnier im AWD-Dome soll am Montag,
3. Dezember stattfinden, das Fußballturnier der
Zeitungsredaktionen kann eventuell direkt vor dem 23. Dezember
(Hallenturnier des Bremer Fußball-Verbandes am 23.
Dezember !) über das Parkett gehen. Michael Jacobi regte
ein Fußballturnier oder- Freundschaftsspiel im Rahmen
eines Sommerfestes, Martin Globisch einen Bosselwettbewerb im
Winter an. mj
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Nach dem schönen Erfolg stellte sich das Werderteam
mit Organisator Klaus-Peter Berg (rechts) und Schiedsrichter
Horst Jacobi zum Erinnerungsbild.
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Hallenturnier 2006 im AWD-Dome: Werders
Office-Team ungeschlagen
22 Tore erzielt, nur sechs kassiert: Wer bei einem Turnier
diese Quote erzielt, wird es fast zwangsläufig gewinnen.
So war es auch beim 23. Fußball-Turnier der Bremer
Sportpresse, das traditionell kurz vor Weihnachten im AWD-Dome
stattfand. Sieben Teams hatten diesmal gemeldet. Und
erstmals dabei: der SV Werder. Nicht etwa die Profis, sondern
das Office-Team, also die Angestellten der
Werder-Geschäftsstelle. Dass auch die gut mit dem Ball
umgehen können, bewiesen sie eindrucksvoll und gewannen
auf Anhieb das Turnier. "Uns hat es Spaß gemacht.
Wir kommen gerne wieder", sagte Werders Team-Mitglied
Oliver Rau, Ex- Ruderweltmeister. Der allerdings musste im
Finale zusehen. Er war umgeknickt und hatte einen dicken
Knöchel. Vor allem lobte er die große Fairness, mit
dem alle Akteure der sieben Teams zu Werke gingen. "Wenn
es gegen Werder geht, ist das leider nicht immer so!" "Das
ist auch unser wichtigstes Anliegen bei diesem Turnier",
unterstrich auch Organisator Klaus-Peter Berg, der den Slogan
"Fair geht vor" erneut als oberste Priorität
ausgegeben hatte. In den Gruppenspielen hatten sich neben
Werder in Gruppe A die Regionale Rundschau durchgesetzt. Team
Weser-Kurier und Team AWD-Dome mussten in der Trostrunde
spielen, in der sich auch das Team von Bild Bremen aus Gruppe B
wiederfand. Hier belegten der Achimer Kurier vor
Titelverteidiger Kreiszeitung die beiden ersten Plätze. In
den Halbfinals gewann Werder gegen die Kreiszeitung 3:1 und die
Achimer bezwangen die Rundschau-Kicker mit 2:0. Im Spiel um
Platz drei war schließlich die Rundschau mit 2:1 gegen
den Titelverteidiger aus Syke erfolgreich. Das Finale gewannen
die Werder Office-Kicker gegen Achim 4:1. Mit einem
deftigen Essen (Kohl und Pinkel), gestiftet vom AWD-Dome,
endete die runde Veranstaltung und alle sprachen die Hoffnung
aus, sich auch im nächsten Jahr wieder zu treffen - und es
dann den Werderanern aber zu zeigen. (kpb)
Alle Ergebnisse:
Gruppe A: (4 Teams) Werder Office-Team - AWD-Dome
8:0 Regionale Rundschau - Team Weser-Kurier 2:0 Werder -
Regionale Rundschau 4:3 AWD-Dome - Weser-Kurier 1:6 Werder
- Weser-Kurier 3:1 AWD-Dome - Regionale Rundschau 1:1
Gruppe B: (3 Teams) BILD Bremen - Achimer Kurier
1:1 BILD - Kreiszeitung Syke 1:2 Achim - Kreiszeitung 1:0
Trostrunde: AWD-Dome - BILD 0:5 AWD-Dome -
Weser-Kurier 0:0 Weser-Kurier - BILD 3:3
Halbfinale: Werder - Kreiszeitung 3:1 Regionale
Rundschau - Achimer Kurier 0.2
Spiel um Platz 3: Regionale Rundschau -
Kreiszeitung 2:1
Finale: Werder - Achim 4:1
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Wilhelm Eickworth freute sich sichtlich über die
"Ente", die ihm Heinz Fricke, Vorsitzender des
Vereins Bremer Sportjournalisten, beim Weihnachtsessen in Achim
überreichte.
"Mr. Squash" fühlte
sich im Kreis der Kolleginnen und Kollegen wohl und wies schon
auf die nächsten großen Veranstaltungen "seines"
Sports hin - das Turnier um den "Bremer Schlüssel"
2007 und die Europameisterschaft im Jahr 2008.
Foto: mj
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"Ente" ging an "Mister Squash"
Wilhelm Eickworth
Die "Ente", mit der Verein Bremer
Sportjournalisten traditionell gute Zusammenarbeit würdigt,
wanderte beim Weihnachtsessen 2006 im Achimer Gasthof "Zur
Linde" von Sechstagechef Frank Minder, der allerdings
erkrankt absagte, zu Wilhelm Eickworth. Kaum ein anderer
Sportler und Organisator hat diese Auszeichnung mehr verdient
als Bremens "Mister Squash". Er pflegte und
pflegt eine besondere Beziehung zu den Sportjournalisten, für
die er einst jahrelang das beliebte Turnier um den "Presse-Cup"
in der Woltmershauser "Sportwelt" organisierte. Weil
aber (zu) viele jungen Kollegen abwanderten, fand der stressige
Vergleich mit Radfahren, Badminton, Squash und Schwimmen nicht
mehr den nötigen Zuspruch. Doch das Verhältnis
von "Willi" zu den Medien blieb ein gutes und enges.
Kein Wunder: Seine Informationen über den Squashsport an
der Weser, aus Deutschland und der Welt könnten Bücher
füllen. Er weiß praktisch alles und kennt alle. Als
Folge formiert er Jahr für Jahr starke Mannschaften seines
Vereins 1. Bremer SC in der 1. Bundesliga mit meist
ausländischen Cracks, bringt immer wieder hoffnungsvolle
junge Spielerinnen und Spieler nach vorn, zieht 2007 das
bereits 30. (!) Eliteturnier um den "Bremer Schlüssel"
auf, unterstützt von Gattin Halina und Wilhelm Eickworth
junior. Der 1954 in Bremen geborene Leit- und
Sicherungstechniker bei der Deutschen Bundesbahn kam vom
Fußball über Tennis zum Squash, spielte in der
Bundes- und Regionalliga, erwarb die Trainer- und
A-Schiedsrichter-Lizenz, belegte als Senior über 35 Jahre
Platz eins der deutschen und Rang drei der internationalen
Rangliste. Wilhelm Eickworth gehört zu den
Gründungsmitgliedern des Squash- und Racket-Verbandes
Bremen, den er verantwortlich leitet und bestimmt die Geschicke
des 1. Bremer SC als 2. Vorsitzender mit. Sein Lebensmotto
"Spaß am Spiel, gib nicht auf und bleib gesund"
erhält ihm die Freude am Squash und ließ ihn eine
schwere Zeit überwinden. Er verlor bei einen Arbeitsunfall
einen Fuß, doch niemand sieht, dass er eine Prothese
trägt - wieder Squash spielt und organisiert: Er und die
Presse sehen bereits erwartungsvoll der Squash-
Europameisterschaft 2008 in Bremen entgegen. mj
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Jürgen Malekeitis wieder Skatsieger im
AWD-Dome
Jürgen Malekaitis, Sportredakteur der Nordsee-Zeitung
in Bremerhaven, hat zum zweiten Mal in Folge das traditionelle
Skatturnier gewonnen, das AWD-Dome und Verein Bremer
Sportjournalisten seit 17 Jahren gemeinsam organisieren. Der
Vorjahreserste dominierte mit 1943 Punkten vor Uwe Siefert
(1864) und Peter Dücker (1689). Jürgen Malekaitis
erzielte in der ersten Runde 879 und in der zweiten 1064
Zähler. Dietrich Köhler Franke (1566) eroberte den
sechsten, Klaus Peter Berg (1384) den elften, Jörg
Niemeyer (1331) den 14. Platz. Der Verein Bremer
Sportjournalisten stellte im Feld der nur 42 reizenden
Teilnehmer immerhin 13. Der traditionelle Treff soll im
nächsten Jahr wieder mehr Skatspieler anlocken... mj
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Walter Jasper, Stefan Freye, Ludwig Evertz,
neuer Titelträger, sein Vorgänger Erich Willmann,
Jörg Niemeyer, Wilhelm Johannson, Friedrich Caron-Bleicker
und Dietrich Köhler-Franke formierten sich nach der
Skatmeisterschaft 2006 zum Gruppenbild. Foto: mj
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Ludwig Evertz Skatmeister 2006
"Sportblitz"-Moderator Ludwig Evertz stellte sich
bei der Skatmeisterschaft 2006 des Vereins Bremer
Sportjournalisten direkt nach seiner Sendung in Topform vor und
sicherte sich überlegen den Titel. Er löste Erich
Willmann ab, der im geschlagenen Feld landete. Nach zwei
Runden im Heim des Tennisvereins Rot-Weiß am Weserstadion
distanzierte Ludwig Evertz mit üppigen 1727 Punkten
eindeutig alle Rivalen. Wilhelm Johannson folgte mit 1625
Zählern auf dem 2. Platz vor Friedrich Caron-Bleicker
(1426), Michael Jacobi (1420) und Jörg Niemeyer (1299).
Zahlreiche Absagen im Vorfeld des an sich beliebten Treffs,
der mit einer schmackhaften Gulaschsuppe eingeläutet
wurde, trübten die Stimmung. "Aber im nächsten
Jahr werden sicher wieder mehr Teilnehmer kommen", zeigte
sich Sportwart Michael Jacobi optimistisch.
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Heinz Fricke fühlte sich im Kreis der
Damen Yvonne, Claudia, Christina und Ingka sichtlich wohl.
Birgit Stiebeling vom Bahngolf-Club Bremen legte den Spielball
oft auf die richtige Abschlagstelle. Foto: mj
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Stefan Freye wieder bester Bahnengolfer
Auch der zweite Besuch beim Bahnengolf-Club Bremen in der
Vahr bereitete den fünf Mitgliedern nebst Partnern des
Vereins Bremer Sportjournalisten viel Spaß. Sie
versuchten, treffsicher die Ziele der bestens gepflegten
18-Löcher-Bahn zu finden und wie im Vorjahr dominierte
Stefan Freye, der nur 42 Schläge benötigte. Der
Vorjahrsgewinner glänzte mit vier "Assen": als
er nur einen Versuch brauchte. Yvonne Punke, ebenfalls gut
aufgelegt, folgte mit 44 Schlägen vor der Führungsspitze
des Vereins: der 1. Vorsitzender Heinz Fricke und der 2.
Vorsitzende Klaus-Peter Berg teilten sich den 3. Platz mit 45
Zählern vor Jörg Niemeyer (47) und Robert Lürssen
(49). Christina Lürssen kam bei den Frauen mit 53 Schlägen
auf den 2. Platz, aber die Ergebnisse spielten nicht die
Hauptrolle. Organisator Klaus-Peter Berg hatte schmackhafte
Steaks und Bratwürste für den Grill besorgt, so dass
sich die "Minigolfer" nach dem 90minütigen
Golfsport stärken konnten. Das Ehepaar Birgit und
Dietrich Stiebeling betreute seine Gäste wieder
vorbildlich, zeigte ihnen manche Feinheiten auf der Bahn und
freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, wenn der
BGC Bremen seinen 40. Geburtstag feiert. Der Verein Bremer
Sportjournalisten, der seinen Mitgliedern stets Unterhaltung
bieten will, hofft derweil auf bessere Beteiligung an solchen
Treffen. mj
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Besuch der neuen GolfRange neben der
Galopprennbahn
Ein nur kleiner Kreis nahm die Chance wahr, einen
kostenlosen und instruktiven Golfkurs in der Bremer Vahr zu
genießen. Sechs Mitglieder des Vereins Bremer
Sportjournalisten und Partner besuchten die neue Golfrange
direkt neben der Galopprennbahn und erhielten wichtige
Information von Pro (Professional) Thomas Mondani über
diesen Sport, der immer größere Beliebtheit erfährt.
Schlägergriff, Körperhaltung und der richtige Schwung
dominierten seine Ausführungen, von denen auch gestandene
Golfspieler noch lernen konnten. Die 9-Loch-Anlage der
GolfRange GmbH &Co.KG, siebte in Deutschland, erlebt nach
der Eröffnung 2005 in diesem Jahr die erste richtige
Golfsaison. Die Anlage bietet überdachte Abschläge,
60 Caddyboxen, sanitäre Anlagen, Büro,
Aufenthaltsraum und ein kleines Bistro, in dem sich die
Besucher nach der einstündigen Einweisung und den
anschließenden Abschlägen stärken konnten.
Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und bedauerten, dass
nicht mehr Mitspielerinnen und Mitspieler den Weg zur GolfRange
gefunden hatten. mj
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Heinz Fricke, 1. Vorsitzender des Vereins
Bremer Sportjournalisten, bedankte sich bei Trainer Thomas
Mondani mit dem Wimpel des Vereins, beobachtet von Uwe
Woltmath, Ingka Wagner, Yvonne und Stefan Freye, Klaus-Peter
Berg und Ehepaar Konkel. Foto: mj
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schaft erhielt er ebenso die GoldeneEhrennadel wie vom
Landessportbund Bremen.Die Goldene Verdienstplakette der
Seestadt Bremerhaven nennt er ebenfalls sein eigen. Und die
hier nur unvollständig wiedergegebene Aufzählung
seiner vielen Ehrungen und Auszeichnungen zeigt eindrucksvoll:
Paul-Georg Pätzel war stets ein zielstrebiger Förderer
des Sportes, vor allem des lokalen Sportgeschehens. Sowohl als
Sportjournalist, der viele Jahre mit dem bekannten Kürzel
P.G.P. bei der Nordsee-Zeitung - bis 1977 als Ressortleiter -
tätig war, als auch als unermüdlicher Antreiber
zahlreicher sportlicher Aktivitäten - als ehrenamtlicher
Mitarbeiter und selbst Aktiver. Seine besondere Liebe galt
der Leichtathletik, dem Turnen und dem Kegeln. Sportarten, die
er selbst mit großem Erfolg ausübte (Gaumeister im
Hochsprung und über 100 m in 10,8 Sekunden sowie Dritter
der deutschen Leichtathletik-Rangliste 1943 im Fünfkampf),
im Kegeln viermal deutscher Vizemeister auf Bohle und im
Dreibahnenspiel. Doch erst nach Aufgabe zahlreicher
Ehrenämter und auch des aktiven Sports, die er als
Mitbegründer von Vereinen und Verbänden, als Trainer
der Leichtathletik-Jugend und Organisator großer
Sportfeste ausübte, fand er zu seiner eigentlichen
sportlichen Liebe: Dem Basketball. 1955 war P.G.P. Mitbegründer
des 1. Basketball-Clubs Bremerhaven. Aufgebaut wurden starke
Jugendteams, aus denen Bundesligaspieler wie Wolfgang Grube -
heute Hauptförderer des Bundesligaklubs Eisbären
Bremerhaven - oder Nationalspieler Jürgen Kolze
hervorgingen. Im Deutschen Basketball-Bund war P.G.P. lange
Zeit Pressechef und Vizepräsident (1963-1968) sowie
Chefredakteur der Fachzeitung "Basketball"
(1962-1982). Am Vereinsleben des Vereins Bremer
Sportjournalisten nimmt Paul-Georg Pätzel nach wie vor
rege teil. Vor allem das traditionelle Skatturnier des Vereins
lässt er nie aus - war sogar mehrfach Turniersieger. Und
vor allem die Altvorderen des VDS dürften "Paule"
als unermüdlichen Titelsammler bei zahlreichen
VDS-Sportfesten kennen. Nach 1953 (Dreikampfsieger in
Schmallenberg/Sauerland) war er bei fast allen Sportfesten vor
Ort, richtete 1967 sogar selbst eines in Bremerhaven aus. Beim
VDS-Sportfest in Bremen wurde er mit 77 Jahren erfolgreichster
Teilnehmer, der gleich fünf Wettbewerbe für sich
entschied. Als Geheimnis seiner unermüdlichen
Schaffenskraft und der nicht nachlassenden Vitalität nennt
der rüstige Bremerhavener tägliches Stretching im
Fitness-Studio des nahen OSC-Stadions, Rad fahren und vor allem
Gehirn-Jogging. Zu wünschen bleibt Paul-Georg Pätzel
weiterhin gute geistige und körperliche Gesundheit. Und
wer den vitalen Mann kennt, der ist überzeugt, dass dieser
Wunsch in Erfüllung gehen wird. Klaus-Peter Berg
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Alter allein ist noch kein Verdienst. Die
Leistung zählt. Und die hat Paul-Georg Pätzel mit
Sicherheit im Übermaß gebracht - und bringt sie noch
heute. Wenn der verdiente Sportjournalist aus Bremerhaven am
10. November seinen 90. Geburtstag feiert, dann ehrt die Stadt
und "sein" OSC Bremerhaven einen Mann, den stets der
Leitspruch "Gerne schreiben, Gutes bewirken"
angespornt hat. Ehrungen hat der Jubilar für sein
Lebenswerk schon reichlich erhalten: Das Bundesverdienstkreuz
ist ihm verliehen worden, die Goldnadel des Deutschen
Sportbundes und die höchsten Ehrenzeichen des Deutschen
Leichtathletik-Verbandes, des Basketball- und des
Kegler-Bundes.
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Bremen: Vertrauen für den Vorstand
Der Vorstand des Vereins Bremer Sportjournalisten erhielt
bei der Jahreshauptversammlung 2006 im Heim des TV Rot-Weiß
das Vertrauen der nur 15 Mitglieder, die nicht nur bei den
Neuwahlen die Weichen für die Zukunft stellten. Die
Führungsmannschaft um den 1. Vorsitzender Heinz Fricke
hätte sich eine größere Beteiligung gewünscht,
denn Satzungsänderungen standen ebenso auf der
Tagesordnung wie finanzielle Probleme und das Sportpressefest
des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS), das der
kleinste Mitgliedsverband im Jahr 2009 auf Wunsch des VDS
ausrichten soll. Schatzmeister Wilfried Bendul
berichtete auch in diesem Jahr über einen Besorgnis
erregenden Schwund des Vereinsvermögens, so dass der
Zuschuss zum Weihnachtsessen in Zukunft wesentlich geringer
ausfallen wird. Auch in anderen Bereichen steht Sparen auf der
Tagesordnung. Dennoch sollen auch im Jahr der Fußball-WM
attraktive Treffen wie Golf in der Vahr und Fußballturnier
der Redaktionen im AWD-Dome das Vereinsleben bereichern. Die
Skatmeisterschaft am ersten Montag im November soll mit einem
Spieleabend (Doppelkopf, Kniffel, Mikado) weitere Mitglieder
und deren Partner zum TV Rot-Weiß locken. Die Satzung
erfuhr einige wesentliche Änderungen und soll nach
endgültiger Überprüfung durch den Vorstand auf
der Homepage (www.sport-bremen.de) platziert werden.
Kontoverse Diskussionen löste das VDS-Sportpressefest
in der ersten Oktoberwoche 2009 aus. Befürworter und
Mahner kamen zu Wort, die positive Einstellung überwog.
Der Vorstand mit Heinz Fricke (1. Vorsitzender), Klaus-Peter
Berg (2. Vorsitzender), Wilfried Bendul (Schatzmeister),
Michael Jacobi (Schriftführer), den Beisitzern Angelika
Siepmann, Otto-Ulrich Bals, Jörg Niemeyer und Stefan Freye
(neu für den nicht mehr kandidierenden Erich Willmann)
wird bis spätesten auf der Jahreshauptversammlung 2007 ein
sportliches und wirtschaftliches Konzept vorlegen. Auf seiner
Grundlage soll die Entscheidung fallen, ob Bremen diese
Veranstaltung organisieren wird. Michael Jacobi
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Jörg Niemeyer, Otto-Ulrich Bals, Angelika Siepmann,
Stefan Freye (oben von links), Heinz Fricke, Klaus-Peter Berg,
Wilfried Bendul und Michael Jacobi (unten von links) bilden den
Vorstand des Vereins Bremer Sportjournalisten in den nächsten
zwei Jahren. Foto: Martin Rospek
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Nach dem spannenden Finale des 22. Hallenfußballturniers
der Bremer Sportjournalisten formierten sich die erfolgreiche
Kreiszeitung Syke (helles Trikot), deren Torhüter den
Pokal nicht mehr aus der Hand geben wollte, und die Regionale
Rundschau zum Erinnerungsfoto.
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Fußballturnier der Redaktionen: Erneut
Kreiszeitung Syke vorn Acht Mannschaften, 18
durchweg spannende Spiele, 64 Tore, dazu noch 14 Treffer bei
7-Meter-Entscheidungen und ein jubelnder Titelverteidiger: Das
sind die Zahlen des 22. Hallen-Fußball-Turniers der
Bremer Sportjournalisten. Wie immer fand es einen Tag vor dem
größten deutschen Amateur-Hallenturnier des Bremer
Fußballverbandes kurz vor Weihnachten statt, erstmals im
AWD-Dome, der völlig umgestalteten ehemaligen Bremer
Stadthalle auf der Bürgerweide. Unter der Leitung der
beiden Schiedsrichter Horst und René Jacobi zeigten die
Teams durchweg guten Fußball. Vor allem ging es fair zu,
wie Initiator und Organisator Klaus-Peter Berg ganz besonders
hervor hob. Am Ende stand der Titelverteidiger, die
Kreiszeitung Syke, als neuer Gewinner fest - und das schon zum
dritten Mal in Folge, was bisher keinem Team gelungen war. Im
Finale bezwang die Kreiszeitung die Regionale Rundschau der
Bremer Tageszeitungen knapp mit 2:1. Beide Mannschaften hatten
auch ihre Gruppen dominiert, die Rundschau war sogar ohne
Gegentor geblieben. In Gruppe B folgten Bild Bremen, Die
Norddeutsche und Gastgeber "AWD-Dome II" auf den
Plätzen. In Gruppe A lagen hinter dem Titelverteidiger
Kreiszeitung der Weser- Report, das Team Sportpresse und
AWD-Dome II". In den Halbfinalspielen gewannen die
Kreiszeitung (1:1 und 3:2 nach 7-m-Schießen über
BILD Bremen) und die Regionale Rundschau (2:0 gegen
Weser-Report).Im Spiel um Platz 5 setzte sich Die Norddeutsche
3:0 gegen die Sportpresse durch. Um Platz 7 spielten die beiden
gastgebenden "AWD-Dome" - Vertretungen, von denen
sich die erste gegen die zweite mit 5:3 durchsetzte. Nach
der Siegerehrung, die Klaus-Peter Berg vornahm, waren alle
Beteiligten einig, dass es im nächsten Jahr eine
Neuauflage des Turniers geben wird. kpb
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Alfred Prey (links) reichte die "Ente" an
Frank Minder weiter, assistiert von Heinz Fricke,
Vorsitzender des Vereins Bremer Sportjournalisten.
Foto: mj
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Die "Ente" fliegt über dem
Holzoval
Der Verein Bremer Sportjournalisten (VBS) verband sein
alljährliches Weihnachtsessen erneut mit einer lieb
gewordenen Tradition - der Übergabe der "Ente",
mit der er gute und faire Zusammenarbeit würdigt. Im
Jahr 2005 wechselte die große Figur vom Eishockey zu den
"Six Days": Alfred Prey vom REV Bremerhaven reichte
die "Ente" vor 57 Kolleginnen, Kollegen und Partner
im neuen Hotel "Atlantic" auf der Bremer
Galopprennbahn in der Vahr an Frank Minder weiter, der mit
seinem Team im ersten Monat eines neuen Jahres stets weit über
100 000 Zuschauer zu den Sechstage-Rennen in den AWD-Dome,
einst Stadthalle lockt, für ein sportliches und
gesellschaftliches "Highlight" sorgt. Der
59jährige gebürtige Bremer Kaufmann, verheiratet,
eine Tochter, ein Sohn, der seine ersten beruflichen Schritte
in einer Autovermietung ging, kam schnell zum Radsport auf dem
Holzoval, lernte sein Handwerk unter dem legendären Erich
Röper und denkt noch lange nicht an ein Ende. Er zeigte
sich erfreut über die Auszeichnung und betonte, dass er im
Umgang mit der Journaille auch dann keine Probleme hat, wenn er
kritische Berichte über sich lesen muss, sofern sie
gerechtfertigt sind. VBS-Vorsitzender Heinz Fricke begründete
den Entschluss, Frank Minder die "Ente" zu übergeben:
"Wir konnten mit ihm immer ein offenes und ehrliches
Gespräch führen". mj
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Erich Willmann nimmt den Bremer Skat-
Wanderpokal für ein Jahr (oder länger?) nach
Bremerhaven mit. Er siegte mit 1413 Punkten vor Jürgen
Malekaitis (1348), Wilfried Bendul (1337) und Senior Paul
Pätzel (Dritter von rechts). Der 89jährige (!)
Bremerhavener erzielte als Vierter glänzende 1206 Zähler.
Foto: mj
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Erich Willmann gewann das Skatturnier 2005
Das Skatturnier 2005 des Vereins Bremer
Sportjournalisten, an dem 14 Mitglieder im TV Rot-Weiß
teilnamen, endete nicht mit einem neuerlichen Triumph des
Seriensiegers Jürgen Malekaitis, der von 2002 bis 2004
drei Mal in Folge Platz eins erobert hatte. Nach zwei
spannenden Runden musste sich der Redakteur der Nordsee Zeitung
Bremerhaven mit Platz zwei begnügen, denn sein
Redaktionskollege Erich Willmann trumpfte mit einem energischen
Endspurt auf und behielt mit 1413 Punkten die Nase vorn.
Jürgen Malekaitis, der den für seine vorigen
Gewinne eigens gravierten Pokal für immer behalten darf,
folgte mit 1348 Zählern vor Wilfried Bendul (1337) und dem
89jährigen (!) Paul Pätzel (1206). Die Revanche
könnte bald erfolgen, denn am 5. Dezember sehen sich die
Journalisten beim traditionellen Prominenten-Skat im neuen
AWD-Dome auf der Bremer Bürgerweide wieder. Am 12.
Dezember krönt der gesellschaftliche Höhepunkt an der
Weser, das Weihnachtsessen im Hotel "Atlantic" auf
der Galopprennbahn in der Vahr das Jahr 2005. mj
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Erika Morgenstern, Dietrich Köhler-Franke,
Andrea Walkling, Angelika Siepmann, Dr. Enno Hempel, die
elfjährige Noga und ihr Großvater Karl Morgenstern
(von links) formierten sich bei der 4. "Verdiana"
vor dem Barockrassepferd "Laurin da Silva", das am
Dressur-Show-Cup für Spezialpferderassen teilnahm. Foto:
mj
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Großer Pferdespaß bei der
"Verdiana"
Wer Verden nicht kennt, hat wohl noch nie ein Pferd gesehen.
Die idyllische Reiterstadt an der Aller vor den Toren Bremen
lockt seit vielen Jahren die Vierbeiner und ihre Anhänger
zu einem Großereignis nach dem anderen an - nur vier
Wochen nach den deutschen Meisterschaften der Spring- und
Dressurreiter bot die 4. "Verdiana" einen weiteren
Höhepunkt mit 700 Pferden, deren attraktive Vorführungen
bei 7000 Besuchern an zwei Tagen für Begeisterung
sorgten. Auch eine kleine Schar von Mitgliedern und deren
Partnern im Verein Bremer Sportjournalisten hatte viel Spaß
bei diesem ungemein abwechslungsreichen Programm mit Pferden
aller Rassen und Größen vom Pony bis zum "Shire
Horse". Sie begutachteten Friesen, Fjordpferde, Lusitanos,
Andalusier, Knabstrupper, Kladruger, Lipizzaner, Berber, sahen
Fahrsport, klassische Reiterei, Distanzritte, das Turnier der
Veteranen, schnellfüßige Stafetten und als
"Garnierung" eine große Hundeschau - ein
informativer Nachmittag vor allem dank der sachkundigen Führung
von VBS-Mitglied Dr. Enno Hempel, Vorsitzender der "Equestrian
World Verden", die neben der Equiver GmbH Verden und dem
Reiterverband Hannover-Bremen diese beliebte Schau
organisiert. Beisitzerin Angelika Siepmann hatte diesen
Besuch bestens vorbereitet, für großzügige
Stärkung nach der Pressekonferenz und beim Mittagessen
gesorgt - und sich eine bessere Beteiligung gewünscht. Am
Ende stand die Frage, warum Verden immer noch mit "V"
und nicht "Pf" geschrieben wird. Vermutung: Wegen des
Vergnügens, das die Reiterfeste dort bereiten. mj
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Nur elf Mitglieder bei der
Jahreshauptversammlung
SV Werder Bremen bei Bayern München, Schnee auf den
Straßen, ziemliche Kälte oder kein Hunger auf den
traditionellen Grünkohl-Schmaus: Nur elf Mitglieder,
darunter sieben (!) aus dem Vorstand, erschienen bei der
Jahreshauptversammlung 2005, die der Verein Bremer
Sportjournalisten erstmals beim Bremer Ruderclub Hansa an der
Weser abhielt. Dennoch kamen rege Diskussionen zustande, denn
die Aktivitäten der Vergangenheit und der Zukunft standen
ebenso auf dem Prüfstand wie die Finanzen. Der 1.
Vorsitzende Heinz Fricke blickte auf Golftreff im Verein
Syke-Okel, Besuch der Galopprennbahn, VBS-Skatmeisterschaft,
Skatturnier in der Stadthalle und Fußballturnier der
Redaktionen in der Stadthalle zurück, die bestens ankamen.
Kein Interesse fand der einst beliebte Wettbewerb um den
Sportpresse-Cup in der Woltmershauser "Sportwelt",
und der Besuch des Space Parks in Gröpelingen musste
ausfallen, weil das Haus seine Pforten schloss. Das
Weihnachtsessen 2004 erschien einigen Mitgliedern zu teuer, so
dass für die Zukunft angedacht wird, entweder den Zuschuss
der Teilnehmer zu erhöhen oder weniger festlich zu feiern.
Eine Entscheidung über den Ort des Weihnachtsessen 2005 am
Montag, 12. Dezember soll bis zum 1. Oktober 1005 gefallen
sein. In diesem Jahr organisiert Angelika Siepmann den
Besuch des Reiterfestes "Verdiana" am Sonntag, 31.
Juli ab 11 Uhr auf dem Rennbahngelände in Verden, Michael
Jacobi will mit der Rennbahn über einen Besuch am 25.
September oder 30. Oktober sprechen, das Fußballturnier
in der Stadthalle soll am 17. Dezember stattfinden. Die
Skatspieler treffen sich am Montag, 7. November um 19.30 Uhr
zur VBS-Meisterschaft beim TV Rot-Weiß und am Montag, 5.
Dezember ab 18.30 Uhr in der Stadthalle. Klaus-Peter Berg regte
ein Bahnengolfturnier beim BGC Bremen in der Vahr an.
Schatzmeister Wilfried Bendul legte mit seinen Zahlen den
weiteren Abbau des Vermögens vor. Immerhin mussten im
vergangenen Jahr zwei Weihnachtsessen bezahlt werden, während
die Kosten für die diversen Veranstaltungen im Rahmen
blieben. Einige Mitglieder, mit denen Wilfried Bendul noch
spricht, blieben den Beitrag 2004 schuldig. Wegen der enorm
gestiegenen Kontoführungsgebühren der Sparkasse und
der gesunkenen Zinsen sieht sich der Verein Bremer
Sportjournalisten nach anderen Banken um. Wilfried Bendul will
bei der nächsten Vorstandssitzung Alternativen vorlegen.
mj
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Walter Jasper: nun ist Golf die Hauptsache
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Walter Jasper, Jahrgang 1942, freut sich
auf den Ruhestand, der durchaus unruhig werden könnte.
Denn der Ex-Sportchef von Radio Bremen Hörfunk hat
viele Hobbies: Golf, Skat, Tischtennis und vor allem
Reisen. Der Verein Bremer Sportjournalisten erinnert
sich gern an seine Zeit als 2. Vorsitzender. Walter
Jasper übte dieses Amt 12 Jahre lang aus und
gratulierte jedem Mitglied mit einer schönen Karte zum
Geburtstag, eine Fleißarbeit, die er gern übernahm.
Foto: mj
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Walter Jasper ist ein Mann, der
auch über sich selbst lachen kann. Das wissen auch die
Kollegen bei Radio Bremen, die keine Hemmungen hatten, zum
Abschied des Sportchefs Hörfunk ein Band
zusammenzuschneiden mit vielen der Versprecher und Aufregungen,
die im Laufe einer über 30-Jährigen Reporter-Laufbahn
nun mal so vorkommen. Das Band war ein Hit und trug viel zur
guten Stimmung bei, die im Sendesaal beim beruflichen Ausstand
des 63jährigen Mannes aus Moordeich herrschte. Viele
Weggefährten des beruflichen Lebensweges von Walter Jasper
waren gekommen wie Sabine Töpperwien, Alexander Bleick,
Rolf-Rainer Gecks, Jürgen Maletzko oder Simone Moravetz.
Aber auch die Werderaner Willi Lemke, Max Lorenz, Manfred
Müller und Tino Polster, die Bremer Radsport-Legende
Hans-Peter Jakst, die Bremerhavener Eishockey-Prominenten
Heinz-Werner Busch und Alfred Prey wollten ihm alles Gute für
die Zukunft wünschen. Intendant Heinz Glässgen
hatte sich zu seiner fast einstündigen Laudatio die
Personalakte Walter Jaspers kommen lassen, die Anlass zu
diversen humorigen Anspielungen gab. Heinz-Dieter Heimendahl
wusste für die Programm-Direktion nur Gutes über
"Jasperone" zu berichten, und Nachfolger Henry Vogt
glossierte an Hand weniger Sätze sehr witzig die
Philosophie des einstigen Chefs: "Privat geht vor"
oder "Davon wollen wir nichts machen". Natürlich
gab es auch Präsente. Damit er das zentrale Hobby Golf
fachgerecht ausüben kann, versprach ihm der Intendant
einen Golf-Schläger, den sich Walter Jasper selbst
aussuchen kann. Ein Werder-Trikot mit eigenem Namen wartet nun
auch auf Verwendung, der Ehrenbrief des VDS für den
langjährigen Vizepräsidenten der Bremer
Sportjournalisten soll einen Platz im Arbeitszimmer Walter
Jaspers erhalten. Auch wenn Arbeit nicht mehr angesagt ist...
fric
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Handball gehört zu "seinen"
Sportarten. Kein Wunder, dass die ehemaligen Waller
Meisterspielerinnen Birgit Wagner, Marina Basanova (hinten von
links) und Dagmar Stelberg (vorn) zum Abschiedsempfang kamen,
zu dem Klaus-Peter Berg und Gattin Gudrun ins Pressehaus
geladen hatten. Foto: mj
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Klaus-Peter Berg: Abschied vom WK nach 30
Jahren
"30 Jahre sind genug, ich gehe nicht im Streit"
- knapp kommentierte Klaus-Peter Berg seinen Abschied von der
Bremer Tageszeitung AG noch vor seinem Empfang, den er zum
Abschied im Pressehaus gab und bei dem er viele Gäste aus
dem Kollegenkreis und Vertreter des Sports an der Weser
begrüßen konnte.
Er wuchs in Duisburg
auf, zog mit 15 Jahren nach Heidelberg, später nach
Velbert um, wo er studierte und erste Arbeitsschritte in der
Sportredaktion der Velberter Zeitung unternahm. Ab 15. Mai 1975
arbeitete Klaus-Peter Berg in Bremen, zunächst bei den
Bremer Nachrichten, seit 1980 als Ressortleiter Sport und
Motor, nach der Zusammenlegung der beiden Sportressorts 1983 im
Weser-Kurier. Ab 1. Juli 2004 leitete er den Stadtteilsport. Er
gehört dem Verband Deutscher Sportjournalisten schon seit
1972 an, trat der Westdeutschen Sportpresse, 1975 dem Verein
Bremer Sportjournalisten bei, in dessen Vorstand er ab 1976 als
Schriftführer mitarbeitete. Nach einer "Auszeit"
kehrte Klaus-Peter Berg 2000 wieder in den Vorstand zurück,
war erst Beisitzer und ab 2004 2. Vorsitzender. Er leitet seit
vielen Jahren das beliebte Fußballturnier der
Zeitungsredaktionen in der Bremer Stadthalle. Im Deutschen
Journalisten-Verband, dem er 1972 in Westdeutschland beitrat,
war er in den späten 80er-Jahren Bremer Delegierter im
Ausschuss "Redakteure an Tageszeitungen" und saß
bis zum 15. Mai 2001 in der Tarifkommission für Redakteure
an Tageszeitungen. Von 1984 bis 1996 gehörte er dem
Betriebsrat im Weser Kurier für drei Legislaturperioden
an. Klaus-Peter Berg wird dem Sport treu bleiben, als
Vorstandsmitglied im Bildungswerk des Landessportbundes (seit
28 Jahren) und privat: Er spielt Tischtennis und klettert gern
auf Berge - Nomen est Omen. mj
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Heinz Fricke gut gelaunt: 42 Jahre lang
leitete er die Sportredaktion im Weser Kurier, für die er
wohl auch in Zukunft Beiträge liefern wird und will. Denn
er möchte in Zukunft nicht nur Golf spielen, sondern dem
Sport verbunden bleiben, erfreulicherweise auch im Verein
Bremer Sportjournalisten, dessen Geschicke er seit Jahrzehnten
als 1. Vorsitzender erfolgreich bestimmt. Seine Kolleginnen und
Kollegen hoffen, dass er diese Aufgabe weiterhin erfüllt
und mithilft, attraktive Veranstaltungen aufzuziehen, die das
Vereinsleben bereichern.
Foto: Jörg Sarbach
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Der Mann mit der Mütze ging: Heinz
Fricke verließ den Weser Kurier
Ende November war es soweit: Heinz Fricke, Sportchef des
Weser Kuriers, verließ das Bremer Pressehaus. Nach fast
42 Jahren verlieren die Bremer Tageszeitungen einen ihrer
besten und arriviertesten Journalisten. Eigentlich sollte im
September zum 65. Geburtstag schon Schluss sein, doch Heinz
Fricke war bereit, seine Redaktion noch bis zum Jahresende zu
unterstützen. Und das hat er noch mal mit Vollgas
getan. Der Abschied ist seiner Redaktion und ihm selbst
nicht leicht gefallen. 42 Jahre journalistische Tätigkeit
in Bremen haben viele Bindungen, Freundschaften und zahlreiche
journalistische Schmankerl entstehen lassen. Unvergessen dabei:
Heinz Fricke und sein einmaliger Auftritt in der Kabine des SV
Werder Bremen. Am Ende dieses ungewöhnlichen Besuches
standen sich zwei Kampfhähne gegenüber: Otto
Rehhagel, kurz vor seinem Wechsel nach München und Heinz
Fricke brüllten sich ihre gegenseitige Antipathie über
dreizehn lange Jahre heraus. Bremen und der Weser-Kurier
sollten eigentlich nur ein kurzes Zwischenspiel in der
beruflichen Karriere für Heinz Fricke sein. Aber wie das
Leben so spielt, haben familiäre als auch journalistische
Gründe aus dem Hannoveraner einen Bremer werden lassen.
Aus vier Jahren sind heute 40 Jahre geworden. Ein Glück
für Bremen, für den SV Werder, für die Tennis-
und Golfvereine der Region und natürlich für den
Weser-Kurier und die Kollegen und Kolleginnen der
Sportredaktion. Heinz Fricke hat immer viel Gespür für
gute Geschichten besessen, Hintergründe gründlich
recherchiert, exakt beschrieben und fundiert kommentiert. Aber
auch seine humoristischen Ausflüge haben ihn in seiner
Leserschaft ungemein beliebt gemacht. Vor allem seine
Tagebücher von Fußball-Welt oder
Europameisterschaften entpuppten sich als echte Highlights. Der
Journalist Heinz Fricke hat sich nie "gemein gemacht"
mit denen, über die er berichtet hat. Auch wenn man mal
ein Bierchen zusammen getrunken hat, hat er trotzdem immer den
gebührenden Abstand und die nötige Distanz für
eine objektive Berichterstattung eingehalten. Und so hat Heinz
Fricke sich in Bremen, aber auch weit darüber hinaus,
großen Respekt, viel Anerkennung und eine unglaubliche
Beliebtheit verschafft, selbst bei seinen Kritikern. Der
Sport-Ressortleiter des Weser Kuriers hat sich von seinen
Kolleginnen und Kollegen und von vielen Mitstreitern, denen er
im Laufe der vergangenen 40 Jahre begegnet ist, mit einer
launigen Feier im Pressehaus verabschiedet. Sie alle werden ihn
vermissen, den Mann mit der Mütze, durch den der Weser
Kurier in Bremen eine Menge Renommee gewonnen hat. Ruth
Gerbracht
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Klaus-Peter Berg, Heinz Fricke, Yvonne Punke, Birgit
Stiebeling, Stefan Freye, Michael Jacobi, Dietrich Stiebeling,
Gudrun Berg (von links) hatten viel Spaß
beim Bahnengolf-Turnier in der Vahr.
Foto: iw
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Bahnengolf-Turnier in der Vahr: Stefan Freye
souveräner Gewinner
Nach einer längeren Pause trug der Verein Bremer
Sportjournalisten wieder ein Mal ein kleines Bahngolf-Turnier
als Gast des Bahnen-Golf-Clubs Bremen aus, der neun
Spielerinnen und Spieler auf seiner gut gepflegten und
idyllisch gelegenen Anlage in der Bremer Vahr bestens
betreute. Der Vorsitzende Dietrich Stiebeling und seine
Gattin Birgit, Pressereferentin der 54-Mitglieder-Vereins,
weihten die "Amateure" in die Geheimnisse der
18-Löcher-Bahn ein und mussten am Ende feststellen, dass
die Journalisten gute Ansätze zeigten. Die
herausragende Vorstellung bot Stefan Freye, der nur 38 Schläge
benötigte und sich deutlich vom Verfolgerfeld absetzte.
Heinz Fricke, Klaus-Peter Berg (51), Yvonne Punke (52), Ingka
Wagner (53), Michael Jacobi (54), Gudrun Berg (55), Petra
Stubbe (56) und Kris Stubbe (62) müssen und wollen noch
üben, denn nach dem Vergleich unter strahlender Sonne und
einem kleinen Grillimbiss zogen sie das Fazit: "Wir haben
viel Spaß gehabt und sollten uns öfter zum
Bahnengolfen treffen".
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Klaus-Peter Berg freute sich über ein
wiederum attraktives Fußballturnier der
Zeitungsredaktionen aus Bremen und dem Umland, nach dem er
erneut der Kreiszeitung Syke den Pokal übergeben konnte.
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Kreiszeitung verteidigt den Fußball-Titel
66 Tore in 18 Spielen, erneut neun Mannschaften am Start,
und am Ende gewann der Titelverteidiger, die Kreiszeitung Syke
- das sind die nackten Zahlen des nunmehr 21. Bremer
Hallenfußball-Turniers der Bremer Sportpresse. Die
Stadthalle Bremen, die inzwischen als "Messe Bremen"
firmiert, hatte das Spielfeld in Halle 5 auf dem Messegelände
perfekt vorbereitet, immerhin zwei Tage, bevor an gleicher
Stelle das traditionelle Amateur-Hallenturnier des Bremer
Fußball-Verbandes über das Parkett gehen sollte. Wie
schon in den Jahren zuvor war das Interesse der Kollegen und
auch einiger Kolleginnen (!) groß, so dass Organisator
Klaus-Peter Berg und die beiden Schiedsrichter Horst und
Michael Jacobi erneut neun Mannschaften der in Bremen und umzu
erscheinenden Zeitungsredaktionen begrüßen konnten.
Schon in den drei Gruppen der Vorrundenphase ging es hoch
her, zumal jedes Spiel fast schon ein Endspiel war. Schließlich
setzten sich die Kreiszeitung, die Regionale Rundschau und das
Team Bremer Nachrichten/Weser-Kurier in ihren Vorrundengruppen
durch und bestritten die Meisterrunde. Auch die jeweils Zweiten
und Dritten jeder Gruppe trafen aufeinander. Mit zwei
Siegen ließen die Kreiszeitungs-Kicker nichts mehr
anbrennen und nahmen den Pokal wieder mit nach Syke. Die
weitere Reihenfolge: Regionale Rundschau, Team Bremer
Nachrichten/Weser Kurier, Bild-Zeitung, Die Norddeutsche, Team
Stadthalle, Wümme-Zeitung, Team Achim/Verden und
Weser-Report. Mit einem gemeinsamen Abendessen und der
Siegerehrung klang das Turnier aus, und alle versprachen sich:
Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. (kpb)
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Gelungener Golfabend vor den Toren Bremens
Par 4, Handicap oder Driving Ranch – für einige
Mitglieder im Verein Bremer Sportjournalisten bergen diese
Begriffe keine Geheimnisse mehr, nachdem sie einen sonnigen
Abend im Golf Club Syke verbracht hatten. Unter den 16
Kolleginnen, Kollegen und Partnern befanden sich indes auch
einige vereinsaktive „Profis“, die wie erwartet den
kleinen Puttwettbewerb dominierten, der das Treffen einläutete.
Christa Jasper, Hasi und Heinz Fricke benötigten nur neun
Versuche, um den kleinen Ball in die vier Löcher zu
versenken, Walter Jasper, Ulrich Brandt und Eckert Sohns einen
Schlag mehr. Nach diesem Auftakt folgten Abschlagsversuche auf
der Driving Ranch und die Demonstration von Klubspielern auf
drei der 18 Löcher, bei der der 2. Vorsitzende Norbert
Bätjer die Moderation übernahm und viel, aber nicht
alles über einen Sport erzählte, der immer größere
Beliebtheit erlangt, aber zumindest in Deutschland noch nicht
die ganz große Medienpräsenz besitzt. Der Golf Club
Syke, 1990 gegründet, führt 800 Mitglieder, die
täglich auf einer idyllischen und leicht zu erreichenden
Anlage wenige Kilometer vor den Toren Bremens spielen können.
Nach zwei Stunden Sport bei immer noch wärmenden
Temperaturen stärkten sich die Gäste an einem
schmackhaften Buffet mit Schweineschnitzeln und Sülze und
ließen den Tag mit einem „Klönschnack“
ausklingen. Einige Neugolfer waren sogar so begeistert, dass
sie einen „Schnupperkurs“ belegten, den Norbert
Bätjer zum Sonderpreis anbot. mj
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Jürgen Malekaitis präsentiert voller
Freude den Skatpokal des Vereins Bremer Sportjournalisten,
den er nach dem dritten Sieg in Folge behalten und
pflegen darf. Foto: mj
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Skatmeisterschaft 2004: Pokal für immer
bei Jürgen Malekaitis
Der altehrwürdige Skatpokal des Vereins Bremer
Sportjournalisten hat eine Bleibe für die Ewigkeit
gefunden: Er wohnt für immer im Düringer Weg 21 zu
Cappel in der Nähe von Bremerhaven bei Jürgen
Malekaitis, der zum dritten Mal in Folge die Bremer
Meisterschaft gewann und als Folge den Cup behalten darf. Der
Redakteur der Nordseezeitung, Mitglied seit 2002, dominierte
seine elf Kontrahenten im Heim des TV Rot-Weiß sicher.
Nach der ersten Runde mit 24 Spielen wies er 1184 Punkte
auf und erzielte im zweiten Durchgang 972 Zähler. Sein
Gesamtergebnis (2156) reichte klar zum ersten Platz vor Jörg
Niemeyer (857/1123=1980)), Ludwig Evertz (654/745=1399) und
Oliver Meibohm (799/598=1397). Wie immer konnten sich die
12 reizenden Herren stärken, in diesem Jahr mit einer
schmackhaften Gulaschsuppe. Einige Kollegen mussten passen,
weil sie mit den Vorberichten auf das Champions-League-Spiel
des SV Werder Bremen gegen RSC Anderlecht am folgenden Abend im
Weserstadion zu beschäftigt waren.
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Übergabe der "Ente" in
Worpswede: Thomas Gerster (links) hatte sie bestens
gepflegt und geputzt, ehe er sie mit Hilfe von Moderator Walter
Jasper seinem Nachfolger Alfred Prey (rechts) übergab.
Foto: mj
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Die "Ente" schipperte nach
Bremerhaven
Auch in diesem Jahr belohnte der Verein Bremer
Sportjournalisten außergewöhnlich gute
Öffentlichkeitsarbeit mit der Verleihung seiner "Ente",
und nach einer längeren Pause bezieht sie ein Jahr lang
wieder einmal ein Domizil in Bremerhaven.
Walter Jasper, einst 2. Vorsitzender, nahm auf der mit 60
Mitgliedern und Partnern gut besuchten Weihnachtsfeier im
"Worpsweder Landhaus" die Übergabe vor und hielt
auch die Laudatio auf den neuen "Enten"-Halter Alfred
Prey, der das Tierchen von Thomas Gerster, Manager des
Handball-Regionalligavereins ATSV Habenhausen, übernahm.
Alfred Prey, Jahrgang 1954, geboren in Weiden/Oberpfalz,
steht einer eishockey-verrückten Familie mit Frau und zwei
Söhnen vor, zog schon 1973 nach Eckernförde und 1979
nach Bremerhaven. Der Berufssoldat,
Luftfahrzeugs-Ortungs-Offizier im Marineflieger-Geschwader 3 "
Graf Zeppelin" in Nordholz, wirkt seit 1992 als Sport- und
Pressereferent im REV Bremerhaven, dessen Höhen und Tiefen
er hautnah mit erlebt hat: 2. Bundesliga, deutsche
Meisterschaft 2001, Abstieg in die Oberliga, Rückkehr in
die zweithöchste deutsche Klasse.
Alfred Prey fasste alle diese Erfahrung in einem Buch über
den REV Bremerhaven zusammen, und er hofft mit seinem Klub auf
ein neues schönes Eisstadion an der Unterweser, für
das er sich aktiv einsetzt. Auch der Deutsche Eishockey- Bund
will auf ihn nicht verzichten: Alfred Prey gehört dem
Sportausschuss des Dachverbandes an. mj
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„Ente“ flog vom Fußball zum Handball
Thomas Gerster (ATSV Habenhausen, Zweiter von rechts)) pflegt
ein Jahr lang die „Ente“ des Vereins Bremer
Sportjournalisten, zu der ihm der 1. Vorsitzender Heinz Fricke und
Beisitzer Klaus-Peter Berg beim Weihnachtsessen 2003 im „Der
Andechser“ gratulierten. Der Handballexperte, der einst für
den VfL Gummersbach Tore warf, nahm das Tierchen von seinem
Vorgänger Horst „Pepsi“ Petersen entgegen, der im
Bremer Fußball-Verband für den Ergebnisdienst
verantwortlich zeichnet. Thomas Gerster, beruflich für das
Controling bei Daimler Benz zuständig, leitet seit einigen
Jahren die Geschicke des ATSV Habenhausen, den er gern in die 2.
Bundesliga führen möchte. Zudem organisiert er große
Handballturniere in der Bremer Stadthalle. |
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Jahreshauptversammlung 2004 bei TV Rot-Weiß: Vorstand
erhielt großes Vertrauen der Mitglieder
Solide Finanzen, attraktive Veranstaltungen in Vergangenheit
und Zukunft – der Vorstand des Vereins Bremer
Sportjournalisten legte 23 Mitgliedern bei der
Jahreshauptversammlung 2004 im Heim des TV Rot-Weiß
erneut eine Bilanz vor, die den Tatbestand der Erfreulichkeit
erfüllte. Kein Wunder, dass der Vorstand das klare
Vertrauen der Korona erhielt. Heinz Fricke arbeitet als 1.
Vorsitzender weiter, Klaus-Peter Berg übernahm das Amt des
2. Vorsitzenden von Erich Willmann, der sich als Beisitzer zur
Verfügung stellte, Wilfried Bendul (Schatzmeister),
Michael Jacobi (Schriftführer) und Beisitzer Otto-Ulrich
Bals blieben in ihren Ämtern. Im angeschlossenen
Sportverein Sportpresse Bremen ergänzen Michael Jacobi
(Sportwart), die Beisitzer Angelika Siepmann und Jörg
Niemeyer, Nachfolger des verstorbenen Klaus Töpfer, die
Vorstandscrew. Die Mitglieder wollen auch in diesem Jahr die
Rennbahn besuchen, zweimal Skat spielen, ihre Fußballkünste
zeigen, das neue Space-Center besuchen und ein Golfturnier in
Syke bestreiten – klare Aufträge an die gewählten
Kolleginnen und Kollegen zur Aktivität.
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Marc Timpelan ein großer Sieger
Erstmals sponserte der Verein Bremer Sportjournalisten ein
Galopprennen auf der Vahrer Bahn und traf ins "Schwarze":
Denn der herausragende Jockey Marc Timpelan gewann nicht nur
den "Preis der Sportpresse Bremen", eine schnelle
Jagd über 1600 m auf dem vierjährigen "Sonus",
sondern noch zwei weitere Rennen, darunter die wichtige
"Stutenmeile" mit "So Royal". 6000 Besucher
auf der weitläufigen Anlage, die bald mit einem neuen
Hotel bereichert wird, darunter 20 Mitglieder und Partner,
erlebten auf dem Rasen, von der Tribüne aus oder der Turf
Lounge bei sonnigem Wetter ausgezeichneten Sport. Der 1.
Vorsitzende Heinz Fricke überreichte die Ehrenpreise an
Jockey, Trainer und Besitzerin, hofft in Zukunft auf noch
bessere Beteiligung des Vereins. Im nächsten Jahr könnte
der Besuch wieder an einem Sonntag erfolgen.

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Zum 75. Geburtstag des VDS
Der Beitrag von Heinz Fricke Zur Geschichte:
Im Bremer Ratskeller, das weiß man seit Wilhelm Hauff,
wurden schon viele Geschichten erfunden Doch gelegentlich
beginnen im historischen Gewölbe unter dem Bremer
Marktplatz auch wahre Geschichten. Zum Beispiel die des Vereins
Bremer Sportpresse Denn es war an einem trüben Herbsttag
des Jahres 1948, als ein halbes Dutzend Bremer
Sportjournalisten nebst Freunden so etwa beim dritten Schoppen
Wein beschloss, einen berufsständischen Verein ins Leben
zu rufen. „Das war ganz locker, aber es wurde im nächsten
Jahr dann vollzogen“, erinnert sich der letzte
Überlebende dieser Ratskeller-Runde, der 85jährige
frühere Sportfunkleiter von Radio Bremen, Hanns Schulz.
Die Initiative ergriff der damalige Sportredakteur des
»Weser-Kurier“, Günter Richter, der aus
Bielefeld stammend, vom dortigen Kollegen Ulrich Preußner
zur Gründung des Vereins angeregt wurde. Am 2. Juni 1949
wurde dann aus dem kameradschaftlichen Kreis zunächst der
„Verein Deutsche Sportpresse Bremen. Er benannte sich
bald etwas bescheidener in „Verein Bremer Sportpresse“
um und setzte die Tradition der gleichnamigen Berufsvereinigung
fort, die von 1928 bis 1933 schon bestanden hatte. Zu dem alten
Verein haften prominente Leute des Sports gehört wie der
langjährige Vorsitzende des Bremer Fußballverbandes,
Hans Ihler, auch Franz Zerling, später Pressewart und
Präsident des Deutschen Handball-Bundes, und Alfred Ries,
Pressechef des DFB und nachmaliger Präsident von Werder
Bremen. Vorsitzender war Karl Böhnert, der seinerzeit die
Nordwestdeutsche Sportkorrespondenz der „Telegraphen-Union“
ins Leben rief und nach dem Kriege Vorsitzender der „Bremer
Journalisten-Vereinigung“ wurde. Von den
Gründungsmitgliedern des Nachkriegsvereins seien noch zwei
Kollegen erwähnt, weil sie über Jahre hinaus auch im
Bremer Sportleben eine Rolle gespielt haben: Hermann Pabst, der
erster VBS-Vorsitzender wurde und später viele Jahre lang
die Geschäfte des Landessportbundes Bremen leitete, und
Willy Wienhöwer, der langjährige Sport-Ressortleiter
der „Bremer Nachrichten“, der fast drei Jahrzehnte
lang an der Spitze des VBS stand. Für kurze Zeit hatte
noch Dr. Dr. Gerhard Stabenow („Weser-Kurier, seit 1962
Deutsche Welle) als Nachfolger von Hermann Pabst den Verein
geführt. Hans-Otto Busche (bis 1984) und anschließend
Heinz Fricke, die Sportchefs des „Weser-Kurier“,
heißen danach die weiteren Vorsitzenden des VBS. Dessen
Mitgliederzahl hat sich seit dem historischen Ratskellertreff
mehr als verzehnfacht. Die jüngste Statistik weist 100
Mitglieder aus, wobei vorwiegend die Kollegen erfasst sind, die
im Dreieck Bremen-Bremerhaven-Oldenburg ihrer Arbeit nachgehen;
aber im Ausnahmefall auch im spanischen Marbella ihren
Erstwohnsitz haben, wie das jüngst in den VDS
zurückgekehrte Mitglied Jörg Wontorra. Die inzwischen
53jährige Geschichte des Bremer Sportjournalistenvereins
der Nachkriegszeit verlief nicht immer so ruhig und sorgenfrei
wie derzeit. Besonders die sechs Bremer Sportpressefeste in den
70er- und 80er- Jahren brachten viel Aufregung, Arbeit, aber
auch Spaß, ehe sich der Vorstand im Hinblick auf das
immer größer werdende finanzielle Risiko und die
steuerlichen Belastungen aus dem Veranstaltungssektor
zurückzog. Doch ein Relikt aus jener Zeit ist lebendig
geblieben: Unser gemeinnütziger Partnerklub „Sportverein
Sportpresse Bremen“, in welchem auch
Nicht-Sportjournalisten mit uns vor allem Fußball
spielen. Und es zeichnet sich eine Wiederbelebung früherer
Veranstaltungs-Aktivitäten ab: Gemeinsam mit Partnern aus
Sport und Wirtschaft war auch der VBS bei der ersten „Bremer
Sport Gala“ mit von der Partie.
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Geht‘s uns was an? Was geht‘s uns an?
Der Beitrag von Klaus-Peter Berg
Geht´s uns was an?
Was geht´s uns an?
Uns geht´s was an!
MTV, GTV, Tariffragen, Tarifdschungel: Das
ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Ein kurzer Blick auf die
monatliche Abrechnung: Stimmt die Summe der Überweisung- oder
besser: Bin ich damit zufrieden? - Vielen Kolleginnen und Kollegen
reicht das völlig aus. Im Westen übrigens ebenso wie im
Osten. Und wenn dann einmal im Jahr die Kunde kommt, das
Tarifgehalt habe sich mal wieder um x Prozentpunkte erhöht,
freut man/ Frau sich. Oder auch nicht. Nicht jedermanns Sache
Rückblick auf das Jahr 1971. Nach Schule, Abitur, Studium und
etlichen Jahren freier Mitarbeit an einer kleinen, lokalen
Tageszeitung bin ich wild entschlossen, nicht Lehrer, sondern
Sportjournalist zu werden -allen Warnungen zum Trotz („Beamte
haben doch heute so eine sichere Stellung...“). Wie waren
die Arbeitsbedingungen zu der Zeit? Ich kann sie hier
dokumentieren, denn ich habe meinen Lohn/Gehaltszettel von damals
noch aufgehoben: Mein erstes Volontärsgehalt betrug 710 Mark.
Brutto versteht sich. Es gingen 80,70 Mark Lohn- und 8,07 Mark
Kirchensteuer ab. Und für die Barmer Ersatz-Kasse musste ich
97,20 Mark berappen. Übrig blieben 514,03 Mark netto, von
denen noch eine Mark an die Betriebskasse (wo ist das Geld
eigentlich geblieben??) abzuführen war. Urlaubsgeld null Mark
Die Arbeitsleistung damals: Sechs-Tage-Woche (täglich open
end) mit Anspruch auf einmalige, 40-stündige Ruhezeit in der
Woche (nur wenn sie aus dienstlichen Belangen unterbrochen wurde,
hatte man Anrecht auf einen freien Tag). Sonntagsgeld: Null Mark
als Volontär, für Redakteure 25 Mark. Urlaubsgeld: Null
Mark, Weihnachtsgeld: tariflich Null Mark. Volontärsvertrag:
Nein. Sonderstatus für Sportredakteure: Nein. Urlaub: ab 24
Tage für Redakteure, je nach Alter. Und heute? Wir schreiben
ein neues Jahrtausend. Das Jahr 2002. Die Tarifbedingungen haben
sich drastisch zu unseren Gunsten verändert. Wir haben eine
Fünf-Tage- und 36-Stunden-Woche, zwischen 30 und 35 Tage
Urlaub, Sonntagsgeld, 100 Prozent Urlaubsgeld, 95 Prozent
Weihnachtsgeld (es waren allerdings schon mal 100 %). Außerdem:
Volontärsvertrag, Sonderstatus für Sportredakteure,
Verhandlungen über Altersteilzeit und, und, und.. Sind diese
unbestrittenen Vorteile vom Himmel gefallen? Nein! Dahinter steckt
jahrelange, kontinuierliche und beharrliche Tarifarbeit der
Gewerkschaften und ihrer aktiven Vertreter-auch die der
Sportjournalisten. Arbeit, von der alle Kolleginnen und Kollegen
profitieren. Seien sie nun in einer Gewerkschaft (und zahlen dafür
fleißig Beiträge) oder auch nicht. Es geht uns alle an
Auch der Verband Deutscher Sportjournalisten hat sich, gemäß
Artikel 2 Absatz 2 unserer Satzung ( zu seinen vordringlichen
Aufgaben gehören Beratung und Mitwirkung bei Verhandlungen
und Abschluss von Tarifverträgen ) stets aktiv in diese
Arbeit eingebracht. Und das ist gut so. Denn Tarifarbeit geht uns
schließlich alle an. Doch wo auf der einen Seite die
Aufgaben eines Verbandes liegen, gibt es auch Verpflichtungen der
Mitglieder dem Verband gegenüber. Und da hapert es leider,
wie ich persönlich in jahrelanger aktiver „Frontarbeit
feststellen musste, an der entsprechenden Gegenleistung. Mir liegt
es fern, hier eine kollektive Ohrfeige an die Kollegen zu
verteilen. Aber ein bisschen mehr Engagement in den ureigensten
(Tarif-)- Fragen- und sei es nur die Teilnahme an aktuellen
Umfragen-tut wirklich Not. Vor allem, wenn man spürt, dass
sich vorn einer engagiert abstrampelt, immer wieder um
Unterstützung bettelt-und dann fast eine Null-Reaktion
erfährt. Für den Mann (oder die Frau) an der Front
entsteht schnell der Eindruck, eine Klientel zu vertreten, die gar
nicht vertreten werden will. Frust macht sich breit. Doch es ist
bemerkenswert, dass immer dann um Rat und Hilfe nachgefragt wird,
wenn man (oder auch Frau) selbst betroffen ist. Tarifpolitik ist
kein Wunschkonzert. Aber jeder Einzelne kann aktiv im Orchester
mitspielen. Mit seiner Meinung, seinen Anregungen, Wünschen -
und auch Kritiken. Nur wenn viele Meinungen zusammenkommen, lässt
sich daraus ein Meinungsbild zusammenfügen, dass dann an
entsprechender Stelle eingebracht werden kann - und nach unserer
Satzung auch muss. Unterstützung ist notwendig Gleichgültig,
wer auch immer aus unserer Mitte sich für diese Tätigkeit
zur Verfügung stellt. Ihm muss Unterstützung zuteil
werden. Bei allem Engagement für den Beruf, bei wenig
Freizeit (wieso eigentlich, früher hat‘s doch noch viel
weniger gegeben) oder anderen Verpflichtungen. Wie würden wir
denn dastehen, wenn jeder seine Belange dem Verleger gegenüber
selbst und allein vertreten müsste? Und darum geht
Tarifpolitik uns tatsächlich alle etwas an.
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