Informationen und Termine






Montag, 1. November 2010 um 19.30 Uhr:
Offene VBS-Skatmeisterschaft im Presseclub


Der Verein Bremer Sportjournalisten (VBS) lädt auch in diesem Jahr zur

Offenen Skatmeisterschaft

ein, an der auch die Partner der Mitglieder teilnehmen können.

Wir treffen uns am

Montag, 1. November

um 19.30 Uhr im Presseclub (Schnoor).

Der VBS sponsert wieder 2 Getränke und einen kleinen Imbiss, der in diesem Jahr aus Schnitzelchen und Frikadellchen besteht - um einmal keine Suppe löffeln zu müssen.

Die reizenden Mitspieler melden sich bis

Donnerstag, 28. Oktober

bei Michael Jacobi   (Moselstraße 2E, 28199 Bremen,
Ruf und Fax 0421/504750, eMail: mijawa@t-online.de) an.

Zur Sicherheit die Telefonnummer des Presseclubs: 0421/2442042

 


 

Auszeichnung für Ruth Gerbracht

Weser-Kurier-Sportredakteurin Ruth Gerbracht kann sich über eine hohe Auszeichnung freuen: Sie erhielt vom Verband der Deutschen Lokalzeitungen den 2. Lokalsport-Preis für ihre Reportage „Dienstreise in Grün-Gold: 21 Stunden für den Triumph“. Der Verein Bremer Sportjournalisten gratuliert zu dieser Ehrung.

Gruen-Gold-Truppe

Gespannt verfolgen die Bremer Tänzerinnen und Tänzer mit Trainer Roberto Albanese (vorne rechts) die Videoaufzeichnung der Vorrunde. Fotos: Ruth Gerbracht

Dienstreise in Grün-Gold: 21 Stunden für den Triumph
Von Ruth Gerbracht
Eine Reise abseits vom Glanz und Glitter des Tanzsports zeigt, wie aufwendig die Grün-Gold-Formation kämpft, um am Abend eines langen Bundesliga-Tages als Sieger das Parkett zu verlassen.
Düren. Es war mal wieder ein perfekter Abend. Die Lateinformation des Bremer Grün-Gold-Club gewann am späten Samstagabend das dritte Bundesligaturnier der Saison und hat sich damit vorzeitig für die Weltmeisterschaft im Dezember qualifiziert. „Das haben sie wirklich super gemacht“, freute sich Trainer Roberto Albanese über die ausdrucksstarke Leistung seiner Mannschaft, die schließlich – zum dritten Mal – mit sieben Einsen belohnt wurde.
Völlig unverständlich war dagegen die Bewertung des B-Teams, das in Düren nach seinem schwachen Auftritt im zweiten Turnier dieses Mal eine fehlerfreie und rasante Vorstellung ablieferte. Die Mannschaft von Trainerin Uta Albanese wurde zwar hinter dem TSZ Velbert Dritter, allerdings knapp mit drei Vieren und vier Dreien.
Gefeiert werden durfte trotz dieses kleinen Wermutstropfen. Schließlich tanzt der Europameister aus Bremen, das A-Team, derzeit in einer eigenen Liga. Acht Paare, zwei Runden à sechs Minuten in perfekter Harmonie und Synchronität – und am Ende heißt der Sieger Grün-Gold Bremen – in dieser Saison immer mit allen Einsen.
Doch was am Abend so glamourös und leicht ausschaut, ist das Ergebnis harter Trainingsarbeit. Und nicht nur das. Auch ein Turniertag hat wenig Glanzvolles zu bieten. Stattdessen: Viel Arbeit, eine Menge Schweiß, ein elend langer Tag, das permanente Bemühen, über viele Stunden eine Wettkampfspannung zu halten. Alles, was zum Erfolg gehört, bleibt für den Zuschauer meist unsichtbar. Um ein wenig Transparenz zu bieten, haben wir uns an die Fersen der Lateinformation des Grün-Gold-Club Bremen geheftet und sie zum dritten Bundesligaturnier nach Düren begleitet.
Beginn einer Dienstreise
8.00 Uhr: Bei ungemütlichen 3 Grad minus treffen sich die Tänzer am ZOB. Der Bus, der beide Bremer Lateinformation, A- und B-Team, nach Düren bringen soll, wartet bereits. Noch ziemlich blass, etwas müde und in dicke Schals gehüllt sind die Formationstänzer kaum zu erkennen. Dennoch: Es herrscht bereits ein großer Begrüßungstrubel, begleitet vom Klappern der Koffertrolleys, die schließlich im Bauch des Busses verschwinden. Noch schnell einen Kaffee beim Fastfood-Shop nebenan ergattern und dann endlich, geht’s los. Mit dabei: 52 Reisende – Teams, Trainer, Präsident sowie die unzähligen Kisten an Marschverpflegung – von Vereinswirtin Inge Neumann liebevoll zusammengestellt.
8.30 Uhr: Die ersten versuchen, die kurze Nacht mit einer Runde Schlaf zu kompensieren. Andere hingegen sind zu aufgekratzt, um die Augen zu schließen. Ein Video muss her: Zum x-ten Mal flimmern die Animationsfiguren von Ice Age über den Videobildschirm.
12.30 Uhr : Nach viereinhalb Stunden ist das Ziel erreicht. Die letzten zwei Stunden haben einen mehr und mehr an eine Klassenfahrt erinnert. Musik, viel Gelächter und viel Unsinnreden sorgen für gute Laune. Von Wettkampfanspannung ist noch nichts zu spüren. Die wird erst jetzt, nachdem alle aus dem Bus stürmen, ein kleines bisschen erkennbar. In Windeseile ist der Bus leer. Die beiden Umkleidekabinen werden schnellstens in Beschlag genommen. Die modernen Räume der Arena Kreis Düren mit den anliegenden Duschen können sich wirklich sehen sehen lassen. Großzügig geschnitten, lassen sie die vielen kleinen Verschläge, in denen Tänzer bei Formations-Turnieren oftmals hausen müssen, in Vergessenheit geraten.
12.40 Uhr: Katrin und Karola Löffler haben alle Hände voll zu tun. Ein langer Tisch muss her und vor die Garderobe gestellt werden. Hier soll das Büfett mit der Verpflegung für den ganzen Tag stehen. Die beiden sind nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, die Mannschaften zu verköstigen. Der Blick anschließend aufs Büfett verheißt Sensationelles: Salate, Gemüse, Obst, Kuchen, belegte Brötchen und eine köstliche Nudelpfanne – das muss bis ungefähr 22 Uhr reichen. Es grenzt fast an ein kleines Wunder, was die beiden – ehrenamtlich versteht sich – in so kurzer Zeit auf die Beine stellen. Eine Logistik, die Mutter und Tochter schon zu Hause bei sich ausgetüftelt haben.
Verwandlungen
13.00 Uhr: Unterdessen geht es in der Kabine darum, blonde, blasse Norddeutsche in schwarzhaarige braungebrannte Lateintänzer- und Tänzerinnen zu verwandeln. Vor allem der zusammengerührte „Profitan“ lässt kein bisschen weiße Haut mehr zu. Gegenseitig sprühen sich die Damen die ziemlich eklig aussehende braune Flüssigkeit auf den gesamten Körper. Dann wird das Ganze mit einem Schwamm verteilt. Die Spuren dieser Bräunungsaktion sind anschließend in den makellos sauberen weißen Duschräumen nicht zu übersehen. Angeblich verschwinden diese auch wieder so schnell, wie sie gekommen sind. Wir werden sehen.

Schminken1
Schminken2

Wenn alles fertig ist, schauen Julia uns Nadine perfekt aus. Beim richtigen Augen-Makeup ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.


13.15 Uhr : Wer zunächst die Verspanntheit einer vierstündigen Busfahrt loswerden will, kann dies bei Heiner Wolken tun. Der Physiotherapeut ist immer dabei, und für die Wehwehchen der Tänzer zuständig. Hier in Düren schlägt er seine mobile Massagebank im Duschraum auf. Kurz nach dem Aufklappen gibt’s die ersten Anfragen. „So ein Bundesligatag ist anstrengender als bei einer WM, wo wir einen Tag vorher anreisen und ein Hotelzimmer haben“, stöhnt Ernst Rych. An diesem Abend hat der Physiotherapeut eine Menge zu tun. Doch Heiner Wolken legt nicht nur Hand an. Aus seinem Koffer verteilt er eine Kopfschmerztablette an die Trainerin, ein ätherisches Öl für die verschnupfte Tänzerin Katja – und einen witzigen Spruch gibt’s noch für alle obendrauf.
13.30 Uhr: 18 Tänzer und Tänzerinnen drängeln sich vor zwei Spiegeln. Alle mit Haargel, Kamm oder Makeup-Schwamm bewaffnet. Hektik allerdings ist Fehlanzeige. Denn einige drehen wieder ab und setzen sich mit kleinen Spiegeln in der Hand auf den kalten Fliesenboden und frisieren weiter. Jeder hilft jedem. Uta Albanese, Trainerin des B-Teams, übernimmt in vielen Fällen das Augen-Make-up, die routinierten Tänzerinnen versorgen für sich selbst. Schwarzes Haarspray mit einer Ladung Haarlack geben den Herren der Grün-Gold-Formation den entschiedenen Kick für den Latinolook. Bei den Damen geht es dann richtig rund. Erst muss Maß für den exakten Mittelscheitel genommen werden, bevor die Haare mit einer dicken Gelschicht stramm nach hinten gekämmt werden. Dann wird’s ernst: Wenn das Haar glatt am Kopf anliegt, wird schwarze Schuhcreme aufgetragen. Die hält am besten, ist am preiswertesten und lässt sich am besten wieder auswaschen. Die Marke spielt dabei keine Rolle.
14.45 Uhr: Stellprobe. So langsam wird es ernst auf dem Parkett. Erste Wettkampfanspannung ist zu spüren. Für 15 Minuten darf jede Lateinformation auf die unbekannte und ungewohnte Tanzfläche. Das Parkett kann getestet werden. Die Fläche in Düren ist extrem schmal. Es wird geprüft, wie und wo die Tänzer am besten bei den Diagonalen stehen. Mal ist es zu eng, mal zu weit auseinander. Trainer Roberto Albanese gibt oben von der Tribüne, wo er von einer Ecke zur anderen tigert, die nötigen Anweisungen. Die letzten Korrekturmöglichkeiten werden genutzt. Der Trainer ist im Großen und Ganzen zufrieden. Seine Aufmerksamkeit gilt vor allem einem Paar, das in der Vorrunde zum ersten Mal in dieser Saison aufs Parkett muss. Sie brauchen viel Zuspruch, die Nervosität ist dort besonders groß. Pünktlich nach 15 Minuten wird die Mannschaft vom Wettkampfleiter vom Parkett gescheucht. Betteln um weitere Minuten sind verpönt.
15.00 Uhr: Reparaturarbeiten: Weiter geht’s mit Bräunen, Schminken oder Restaurierungsarbeiten an den Fingernägeln. Auch dafür gibt es beim Grün-Gold-Club einen Ansprechpartner: Claudia Weber reist mit ihrem Koffer von Turnier zu Turnier mit und hat nageltechnisch alles im Griff. Fazit an diesem Abend: Lediglich drei abgebrochene Nägel müssen repariert werden.
16.00 Uhr: Ansonsten heißt es: Weiter warten bis zum ersten Auftritt. Die Zeit überbrücken. Mit lauter Rockmusik versuchen die Mannschaften sich in Stimmung zu bringen. Aufwärmübungen in den leeren Gängen der Halle sollen den Körper schon mal in die richtige Form bringen. Dehnübungen auf kalten Betonböden würde kein Fußballer akzeptieren, die Tänzern tun dies klaglos. Sie sind es nicht anders gewohnt. So langsam hält es kaum einen noch in der Kabine. Alle wollen endlich raus. Wollen endlich tanzen. Ein lateinamerikanisches Feuerwerk abbrennen.
Einmarsch der Gladiatoren
18.40 Uhr: Dann ist es soweit. Die Veranstaltung beginnt. Alle acht Formationen begeben sich zur ersten Vorstellung aufs Parkett und werden von 1500 Zuschauern begeistert empfangen. Die Begeisterung steckt an und lässt den Adrenalinspiegel bei den Formationstänzern in die Höhe schnellen.
18.50 Uhr: Wieder warten. Die Bremer starten als letztes der acht Teams. Die Kabinentür ist geschlossen. Roberto Albanese hat seine Mannschaft zusammengeholt. Die Videoaufnahme der Stellprobe wird auf dem mitgebrachten Fernseher gezeigt und konzentriert analysiert. Der Trainer ist ein Meister der Motivation. Er lobt, kritisiert, baut auf und gibt dem Team eine Menge Selbstbewusstsein mit auf den Weg. „Mit zwei Siegen im Rücken habt ihr genügend Selbstvertrauen, um noch präsenter aufzutreten. Leidenschaft will der Coach sehen. Das Publikum soll eingefangen und verzaubert werden. Konzentriert hören alle zu. Keine Blödelei, kein dummer Spruch ist in dem Moment zu hören. Alle wissen, worum es geht. Die Formation ist die beste, die es zurzeit gibt. Das wollen sie unter Beweis stellen. Alle Entbehrungen, die dieser glamourös aussehende, aber ungemein trainingsintensive Sport mit sich bringt, sind in dem Moment vergessen, wenn die Musik erklingt.
19.40 Uhr: Als letztes der acht Teams schreiten die Tänzer und Tänzerinnen der Grün-Gold-Formation auf die Fläche. Begleitet werden sie vom sympathischen Applaus der ungefähr 1500 Zuschauer. Der Trainer nimmt auf seinem Stuhl Platz, gibt das Zeichen – darauf haben sie seit heute morgen gewartet: Die italienisch-klassische Musik der neuen Choreographie „Siamo noi“ erklingt, und sechs Minuten lang bewegen sich acht Paare elegant, dynamisch, rasant und ungemein synchron auf dem Parkett. Eine überzeugende Vorstellung. Fürs erste zumindest. Schließlich wartet noch das Finale. Dort tanzen dann die besten fünf Formationen am Abend schließlich um den Sieg im dritten Saisonturnier.
20.20 Uhr: Erneut Besprechung: Der Trainer ist zufrieden. Für den ersten Durchgang war das eine souveräne Vorstellung. Kleine Fehler werden mittels Videoaufzeichnung aufgearbeitet. Wieder sitzen alle im Umkleideraum eng zusammen. Die meisten auf dem Boden. Für alle ist kein Platz auf den Bänken. Selbstkritisch versuchen sie, sich selbst auf eine noch bessere Endrunde einzustimmen. Der Trainer will vor allem eins im Finale noch besser sehen: „Mehr Leidenschaft“. Das macht Lateintanzen aus, und genau das ist die Stärke der Bremer.
Finale
21.15 Uhr: Die Lateinformation des Grün-Gold-Club muss als erste auf die Fläche. Manchem erscheint dies als Nachteil, in diesem Fall ist es egal. Schon beim Einmarsch sieht man an der Körpersprache: Hier sind wir (italienisch: Siamo noi) – wir sind die besten. Selbstbewusst und mit den vom Trainer geforderten Emotionen schöpfen sie ihr großes tänzerisches Potenzial perfekt aus. Der Lohn: Sieben Einsen, die beste Wertung, die man bekommen kann. Der Jubel ist grenzenlos. Sie haben es wieder geschafft. Zweimal sechs Minuten lang haben sie bewiesen, dass ihnen national zurzeit keine andere Lateinformation nahekommt. Sie haben den Lohn für ihr hartes Training erhalten. Eine kleine Glasschale bekommt der Trainer bei der Siegerehrung in die Hand gedrückt. Für die Aktiven gibt es Medaillen. Sonst nichts. Ein Scheck – Fehlanzeige. Doch das ist auch kein Thema bei den Teams. Sie sind Amateure. Der Sport, obwohl immens aufwändig, ist Hobby – neben Beruf oder Studium. Damit haben sie sich längst abgefunden. Jetzt wird erst einmal gefeiert.
22. 00 Uhr: Es darf abgeschminkt werden. Der Andrang unter den Duschen ist groß. Runter mit dem Bräunungsmittel, der Schuhcreme und den Haarteilen. Rein in bequeme Jeans und T-Shirts. Der Koffer ist schnell gepackt. Als alle aus der Kabine kommen, sehen sie wieder bremisch aus: Blond und ein bisschen blass. Nur der Inhalt des zurückbleibenden Müllbeutels verrät, dass hier mal Lateintänzer zu Gast waren.
23.00 Uhr: Auf der After-Showparty mit allen Teams wird noch weiter „abgerockt“. Müde scheint hier keiner zu sein. Die Tanzfläche ist prall voll, die Stimmung auf dem Höhepunkt. Für die Bremer Lateinformationen ist allerdings um 0.15 Uhr Schluss. Während Frank, der Busfahrer, seine Insassen sicher durch die Nacht kutschiert, geht die Party im Bus weiter. Einige machen tatsächlich bis zur Ankunft am ZOB um 5 Uhr morgens durch. Allen anderen fallen zuvor – erschöpft aber glücklich – doch die Augen zu.
5.00 Uhr: Zurück in Bremen nach mehr als 21 Stunden, der Sieg – ein hartes Stück Arbeit. In zwei Wochen geht’s wieder los.

Weitere Bilder stehen auf der Homepage des Grün-Gold-Clubs: www.ggc-bremen.de


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VDS zeichnete in Berlin Olaf Dorow

und Jan-Dirk Bruns aus

 

Unser Foto zeigt Olaf Dorow

Olaf Dorow

Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ehrte traditionell auch während seiner Hauptversammlung 2010 in Berlin, bei der er das 100jährige Bestehen der deutschen Sportpresse feierte, Kolleginnen und Kollegen für herausragende journalistische Artikel oder Sendungen – darunter zwei Bremer. Olaf Dorow aus der Weser-Kurier-Sportredaktion erhielt den 3.Preis in der Kategorie „Großer VDS-Preis“ für die nachfolgende Reportage, die er am 8. November 2009 im Weser Kurier veröffentlichte, Jan-Dirk Bruns von Radio Bremen Fernsehen bekam den 2. Preis in der Kategorie „VDS-Fernsehpreis“ für den Film „Der wahre Erfinder der Schraubstollen“, den der WDR am 31. August 2009 sendete. Der Verein Bremer Sportjournalisten gratuliert ihnen zu dieser verdienten Auszeichnung.

Die Mauer war das beste Doping

Was es bedeutet hat, in der DDR Leistungssportler gewesen zu sein – und zwar ein "pflaumenweicher Rundendreher"

Von Olaf Dorow
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll. Als mein Chef fragte, ob ich nicht, aus Anlass des Mauerfall-Jubiläums, über die DDR-Sportler berichten könnte, ich sei schließlich mal einer gewesen, da dachte ich: Ja, und? Ich war kein Olympiasieger. Ich war noch nicht mal Olympiateilnehmer. Ich habe einmal Bronze geholt bei der DDR-Meisterschaft über 5000 Meter. Einmal war ich Mitglied der A-Nationalmannschaft. In einem Länderkampf der Freundschaft gegen die UdSSR, in Karl-Marx-Stadt. 5000 Meter, zwei Ostdeutsche gegen zwei Russen. Ich war der schwächere Ostdeutsche und habe mich auf den schwächeren Russen konzentriert. Mit einem furiosen Antritt bin ich ihm weggerannt auf der Zielgeraden. Aber vorne machte der starke Russe meinen starken Kumpel aus Potsdam platt. Deswegen stand es am Ende nach Punkten 4:3 für die sowjetischen Freunde. Wir hatten unsere Disziplin verloren. „Pflaumenweiche Rundendreher“, hat der Funktionär Manfred Ewald mal über uns Langstreckenläufer gesagt. Einen Länderkampf der Freundschaft zu verlieren war eine Schande. Nicht in der Zeitung oder in der „aktuellen kamera“, aber intern, im System. Es machte sich nicht gut für die Akte. Sportler als Karteikarten. Ewald war Chef des DTSB. Er war sehr mächtig. Er war der Erich Mielke des DDR-Sports. Wir fanden Ewald furchtbar. Fanden es doof, wie er mit uns Nicht-Olympiasiegern umgesprungen ist. Wir waren für ihn Karteikarten, bestenfalls. Im Grunde waren wir undankbares Pack. Haben dem Arbeiter- und Bauernstaat auf der Tasche gelegen und sind um die Bahn geschlichen wie kastrierte Faultiere. Aber wir konnten uns auch schön lustig machen über Ewald. Er hat genauso bescheuert geredet wie Honecker, und wir haben das nachgeäfft. Am Abend nach dem Länderkampf haben uns die Russen im Hotel zu einer Flasche Wodka überredet. Und dann noch zu einer. Was soll ich erzählen über den DDR-Sport? Man weiß doch schon so viel. Man weiß, dass alle gedopt waren. Doping und Drill, das war’s. Man leistete sich einen riesigen Doping-Drill-Apparat und warf noch ein Stasinetz drüber. Volkswirtschaftlich gesehen war das Mumpitz. Es ging aber nicht um Volkswirtschaft. Es ging um Ideologie. Ich wollte kein Diplomat im Trainingsanzug sein. Mir war das ziemlich egal. Meinen Kumpels war das auch egal. Der ganze Drill-Apparat hat nur funktioniert, weil er, eher ungewollt, ein perfektes Motiv mitlieferte. Wir wollten die Coolsten und Besten sein, wie James Bond, das sowieso. Aber vor allem: Wir wollten mal raus. Der Sport war eine Chance, wahrscheinlich meine einzige, hab’ ich gedacht. Letztlich war es das. Dafür haben wir wie besessen trainiert. Man könnte sagen: die Mauer hat uns angespornt. Sie war ein viel besseres und viel wichtigeres Doping als Oral-Turinabol. Einmal bin ich in einer Woche 270 Kilometer gelaufen, viele davon in scharfem Tempo. Wenn es verschneit oder vereist war, sind wir in der Trainingshalle des SC Empor Rostock gerannt. 25 Kilometer waren 92 Runden. Wenn man drin war in dem Drill-System, dann war man umsorgt. Man war privilegiert im Vergleich zu denen, die nicht drin waren. Als ich, in der achten Klasse, von einer normalen auf die Sport-Schule kam, bestand die Essenspause nicht mehr aus einer großen Hofpause. Sie war jetzt eine ganze Unterrichtsstunde lang. Es gab nicht mehr an vier von fünf Tagen ungenießbaren Schulspeisungsbrei. Es gab fast jeden Tag Fleisch und ordentlich Nachtisch. Die Schule war auf den Sport abgestimmt, nicht andersherum. Wir hatten unsere Ärzte, unsere Physiotherapeuten. Drei Massagen pro Woche. Als ich gut genug war, bekam ich ein bis zwei Mal im Jahr Adidas-Schuhe. Auf einer Disko Adidas anhaben, das war super. Ich war Leistungssportler, ich war was Besonderes. Um den Führerschein zu erwerben, musste man in der DDR zwei bis drei Jahre warten und rund 1000 Mark bezahlen. Wir kannten einen Fahrlehrer von der „Gesellschaft für Sport und Technik“. Zwei Wochen Wartezeit, zehn Stunden auf einem LKW, vorwiegend Umzugsfahrten zu weiteren Bekannten des Fahrlehrers, dann war ich „Militärkraftfahrer“ und hatte den Schein. Der Preis: 60 Mark und ein Paar Adidas. Westsachen waren eine tolle Sache im Osten. Ein Sonderling an der Uni Auch das Studium war auf den Sport abgestimmt. Ich ging zum Seminar, wenn es passte. Wochenlang fiel das Studium aus, ich rannte in Trainingslagern herum, irgendwo in den Wäldern Brandenburgs oder auf Usedom, im Rila-Gebirge in Bulgarien, im Kaukasus. Ich war ein Sonderling an der Uni Rostock. Ich hatte einen individuellen (!) Stundenplan in einem Einheitsstaat. Ich brauchte nicht zur Vorbereitungswoche, in der man mit soviel Marxismus-Leninismus versorgt wurde, dass es unter Studenten nur noch „Rotlichtbestrahlung“ hieß. Ich brauchte nicht wie die Kommilitonen zum Einsatz auf den Kartoffelacker, nicht ins ZV-Lager (Zivil-Verteidigung, „die Augen links!“). Ich musste nicht mal zur Armee. Im Studienplan für Diplom-Germanisten waren eigentlich 300 Stunden Marxismus-Leninismus vorgeschrieben. Ich hatte nicht mal 30. Aber wenn man nicht drin war im Drill-System, wenn man, wie es hieß, „vom Leistungsauftrag entbunden“ wurde, dann war’s das. Dann musste man aufpassen, dass einen nicht noch die NVA griff, dann musste man damit klarkommen, dass man jetzt nichts Besonderes mehr war und womöglich auch nie mehr rauskommt. Der Drill war heftig Jedes Jahr wurde kräftig gesiebt. In der achten Klasse waren wir 28 Leichtathleten an der KJS Rostock. Wir waren die Auserwählten des gesamten Bezirks Rostock. Die Besten unseres Jahrgangs zwischen Lübecker Bucht und der Insel Rügen. Fünf Jahre später war ich der einzige von den 28, den man noch nicht vom Leistungsauftrag entbunden hatte. Ich hatte Glück. Am Ende der achten Klasse bin ich DDR-Jugendmeister über 400 Meter geworden und deswegen konnte ich mir ein paar Jahr Jahre voller schlapper Leistungen leisten. Als man mich schließlich doch rausschmeißen wollte, schaffte ich bei der Junioren-Hallenmeisterschaft in Senftenberg Platz zwei über 1500 Meter. Ich blieb im System. Der Drill war heftig. Mit 17, 18 kam mein Köper nicht klar mit den hohen Intensitäten, manchmal wurde mir nach den Intervall-Läufen schwarz vor Augen und ich musste spucken. Einmal entzündete sich meine linke Wade vom vielen Rumgerenne so sehr, dass sie drei Zentimeter dicker wurde als die rechte. Ich wurde an beiden Achillessehnen operiert, und einmal habe ich einen Infekt zu sehr unterdrückt. Bin trotzdem zu Wettkämpfen angetreten mit ihm. Am Ende hatte ich eine Gehirnhautentzündung. Das Doping: hieß nicht Doping. „Unterstützende Mittel“ hießen die Pillen. „Umis“ nannten wir sie. Wir hatten kein Unrechtsbewusstsein. Alle bekamen das, auch wenn man nicht groß drüber reden sollte. Ich hab’ nur wenig geschluckt und auch nicht besonders lange. Das lag daran, dass meine Muskeln zu sehr verkrampften davon. Bei anderen ging das besser. Wenn es bei mir auch besser gegangen wäre, hätte ich auch mehr Umis genommen, na klar. Unsere Bedingungen würde man aus heutiger Sicht nicht gerade High-Tech nennen. Manchmal waren die Schuhe Schrott, ehe neue Adidas kamen. Dann haben wir Heftpflaster drumgewickelt. Wir sind stupide auf einer zwei Kilometer langen Asphaltrunde am Rostocker Zoo herumgelaufen. Ein Jugendtrainer hat mit weißer Farbe auf den Asphalt gepinselt: „Was uns nicht tötet, macht uns hart“. Um Kraftausdauer zu bekommen, schnallte sich die Sprinterin Marita Koch einen Bauchgurt um und zog extra schwere LKW-Reifen über die Piste. Ein japanisches TV-Team drehte mal einen Film über die bekannte Weltrekordlerin. Am Ende sagten die Fernsehleute: „Sehr interessant hier, Ihre Anlagen. Aber jetzt zeigen Sie uns doch bitte mal, wo Sie wirklich trainieren!“ Die Japaner konnten nicht glauben, dass es das war. Ein freiwilliges Ende Als die Mauer fiel, war ich schon seit einem Jahr kein Leistungssportler mehr. Ich war ein Student, der auch auf die Montagsdemos ging. Ich hatte freiwillig aufgehört. Hatte keine Westreisen abbekommen, immer nur Ostblock. Dabei war ich sehr brav. Jedes Jahr wurde ich von der Stasi freigegeben. Das heißt, ich bekam den Vermerk, dass ich als „Reisekader fürs KA“ bestätigt bin, fürs kapitalistische Ausland. Das habe ich später in meiner Akte gelesen. Ich habe noch viel mehr gelesen, die Sportklubs waren voll von Informanten. Mein Trainer fragte mich, ob ich jetzt zu den 99 Prozent der Bevölkerung gehören wolle. Zu denen, die jeden Morgen stumpf ins Büro oder an die Werkbank gehen würden. Ich sagte ihm, ich bringe das nicht mehr: mich zu schinden wie blöde und am Ende doch nur Dritter zu werden. Keine Westreise zu kriegen, nicht mal eine klitzekleine, nach Hamburg oder Westberlin. Der Traum war vorbei. Einen Monat nach dem Mauerfall fing ich wieder an zu trainieren. Ohne Trainer, ohne Vorgaben, ohne Doping. Ich gewann den Trierer Silvesterlauf, ich gewann die Mitsubishi-Prämie beim Genfer Altstadtlauf, ich war der Schnellste bei einem Straßenrennen durchs Brandenburger Tor und qualifizierte mich für die Nationalmannschaft, die bei einem Staffelmarathon in Tokio startete. Ich rannte beim härtesten Etappenrennen der Welt mit, von Glasgow nach London. Ich war Dritter bei einem Straßenlauf auf Bermudas. Die größte Zeitung von Hamilton, der Hauptstadt von Bermudas, hat mich danach interviewt. Sie brachten eine ganze Seite von mir. Übersetzt hieß der Titel: „Ein Traum wurde wahr“.


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Verein Bremer Sportjournalisten:
Schnelle Jahreshauptversammlung 2010

Nichts Neues im Verein Bremer Sportjournalisten (VBS): Auch zur Jahreshauptversammlung 2010 im Presseclub erschienen neben dem achtköpfigen Vorstand nur noch fünf Kolleginnen und Kollegen, obwohl Neuwahlen anstanden. Die Versammlung erledigte nicht nur diesen Tagesordnungspunkt im Eiltempo – der Treff dauerte insgesamt nur 65 Minuten.
Der Vorstand erfuhr eine kleine Umschichtung: Der 1. Vorsitzende Heinz Fricke erhielt wieder das Vertrauen der Versammlung wie Schatzmeister Jörg Niemeyer, Schriftführer Michael Jacobi, die Beisitzer Angelika Siepmann, Otto-Ulrich Bals und Wilhelm Johannson. Als neuer 2. Vorsitzender rückte Stefan Freye auf, bis zur Wahl Beisitzer. Er trat die Nachfolge von Klaus-Peter Berg an, der nach 35 (!) Jahren im Vorstand nicht mehr kandidierte. Ruth Gerbracht, früher schon Geschäftsführerin, nahm den Platz von Stefan Freye als Beisitzerin ein.
Eine längere Diskussion beschäftigte sich mit den Aktivitäten der Zukunft, nachdem die Veranstaltungen der Vergangenheit meist nicht den erhofften Zuspruch fanden. Beispiel Weihnachtsessen 2009: Nur 37 Teilnehmer, darunter lediglich 20 Mitglieder, fanden sich im „Erdinger“ zusammen. Beispiel VDS-Sportfest vor fünf Monaten: 130 Gäste aus den deutschen Bundesländern spendeten zu Recht viel Lob für ein abwechslungsreiches Programm und eine reibungslose Organisation, aber nur eine Handvoll Kolleginnen und Kollegen im VBS nahm teil. Dennoch will der Vorstand auch in Zukunft das Vereinsleben mit attraktiven Angeboten bereichern, zumal einige Vorschläge zur Sprache kamen - etwa eine Podiumsdiskussion mit einem hochkarätigen Referenten zu aktuellen Themen, die der VBS gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten Verband (DJV) und dem Presseclub anbieten könnte. mj

Neuer Vorstand 2010

Stefan Freye, Otto-Ulrich Bals, Wilhelm Johannson, Michael Jacobi, Angelika Siepmann,  Heinz Fricke, Ruth Gerbracht und Jörg Niemeyer (von links) leiten die Geschicke des Vereins Bremer Sportjournalisten in den kommenden zwei Jahren. Foto: Martin Rospek







Die Ente 2009

„Entenübergabe“ im „Erdinger“: Horst Neuman (links) reichte das „Wappentier“ des Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) unter den wachsamen Augen des VBS-Vorsitzenden Heinz Fricke an Wolfgang Merdes (Mitte) vom Bremer Kegler-Verein weiter, der sich für die Auszeichnung mit einer Einladung zum geselligen Zusammensein ins Kegelzentrum an der Duckwitzstraße bedankte. Foto: mj


Kegler Wolfgang Merdes erhielt die „Ente 2009“

Auch in diesem Jahr bedankte sich der Verein Bremer Sportjournalisten (VBS) für gute Zusammenarbeit – sprich zuverlässige, prompte und korrekte Berichterstattung – mit der „Ente“, die der 1. Vorsitzende Heinz Fricke beim Weihnachtsessen im Bremer Innenstadt-Restaurant „Erdinger„ dem Pressereferenten im Bremer Kegler Verein, Wolfgang Merdes, überreichte. Der 1939 in Bremen geborene Kriminalbeamte, inzwischen pensioniert, trat die Nachfolge von Horst Neumann (Bremen 1860) an.
Der Familienvater, dessen Sohn auch kegelt, während die Tochter ihren Nachwuchs hütet, versorgt die Medien schon seit 1992 mit Informationen über den Kegelsport, blieb indes selber aktiv. Wolfgang Merdes, Mitglied im Verein „KSK unner us“, feierte 2001 mit dem Bremer Kegler-Verein, der eigentlich Verband heißen müsste, sogar die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren A in Norderstedt bei Hamburg.
Schon lange zuvor bewies er sportliche Tüchtigkeit – im Wasser. Wolfgang Merdes gehörte über 50 Jahre lang dem SV Weser an, startete als Schwimmer auf Bremer, norddeutscher und nationaler Ebene. 1954 entdeckte er sein Herz für Wasserball, spielte in der Bremer Landesauswahl und in der Regionalliga, damals zweithöchste Klasse unter der Bundesliga. Einer seiner größten Erfolge war der Gewinn der Goldmedaille bei den europäischen Polizeimeisterschaften „Water Polo Championship 1970“ mit der deutschen Polizeiauswahl im englischen Blackpool. Kein Wunder, dass ihn der Bremer Schwimmclub von 1985 kurzfristig als Trainer für seine Regionalligamannschaft verpflichtete – zu jener Zeit hatte sich Wolfgang Merdes schon dauerhaft dem Kegeln verschrieben, dem er wohl für immer treu bleibt. Denn er peilt nicht nur den sportlichen Erfolg an, sondern sucht auch die Geselligkeit.       mj


Sektflaschenverleihung 2009

VBS-Vorsitzender Heinz Fricke nutzte das Weihnachtsessen 2009 zu einer besonderen Danksagung: Er überreichte seinem Stellvertreter Klaus-Peter Berg eine Flasche Sekt als kleine Aufmerksamkeit für dessen Verdienste um das große und beliebte Fußballturnier der Zeitungsredaktionen im AWD-Dome( früher Stadthalle, demnächst Bremen Arena), das Klaus-Peter Berg zum 25. Mal problemlos über das Parkett brachte.      Foto: mj





25. Fußballturnier der Zeitungsredaktionen:
Achimer Kurier/Verdener Nachrichten vorn

Das Team „Die Norddeutsche“ hat ihren Titel beim Jubiläums-Fußballturnier der Bremer Sportpresse nicht verteidigen können. Hinter dem neuen Turniersieger, der Kombination aus Achimer Kurier und Verdener Nachrichten und dem Büro- und Marketing-Team des SV Werder Bremen landeten die Nord-Bremer auf Platz drei. Im „Finale“ hatte sich Achim/Verden in einem spannenden Spiel mit 3:2 gegen Werder durchgesetzt. Nach einer 3:0 Führung wurde es für den neuen Titelträger noch einmal richtig eng.
Neun Mannschaften liefen auf, darunter erstmals Hit Radio Antenne Bremen. Mannschaften der Kreiszeitung Syke, dem Weser-Kurier, zwei vom Gastgebenden AWD-Dome und der Bremer Sportpresse vervollständigten das Teilnehmerfeld.
Bereits zum 25. Mal fand dieses schon traditionelle Turnier in Bremens größter Halle, dem AWD-Dome – er heißt ab 1. Januar „Bremen-Arena“ – am Vortag des größten deutschen Amateur-Hallenturniers des Bremer Fußball-Verbandes statt. Für Organisator Klaus-Peter Berg, der das Turnier 1984 ins Leben gerufen und seitdem auch immer organisiert hatte, soll es das letzte gewesen sein -  kündigte er bei der Siegerehrung beim Grünkohl-Essen mit „Gersten-Kaltschale“ an. Er hofft, dass sich ein Nachfolger findet. „Denn es wäre ja schade, wenn diese Tradition einfach beendet würde, nur weil ich mich zurückziehe“, meinte er. Wie immer fand er lobende Worte für die fairen Spiele und die gut leitenden Schiedsrichter René und Horst Jacobi. Eine Verletzung gab es dennoch zu beklagen: Ein Spieler verdrehte sich ohne Feindeinwirkung das Knie. Das Ganze ging aber doch glimpflich ab, wie sich später herausstellte. Von dieser Stelle kommen dennoch gute Genesungswünsche.
Insgesamt fielen in den 18 Spielen 65 Tore.  In drei Dreiergruppen spielte zunächst jeder gegen jeden, danach gab es erneut drei Dreiergruppen, in denen die jeweils Ersten, Zweiten und Dritten ihre Gruppensieger ermittelten. Am Ende gab es schließlich folgende Platzierungen: 1. Achimer Kurier/Verdener Nachrichten, 2. SV Werder, 3. Die Norddeutsche, 4. AWD-Dome II, 5. Hit Radio-Antenne, 6. Kreiszeitung Syke,
7. Weser-Kurier, 8. Bremer Sportpresse, 9. AWD-Dome I.       (kpb)

Hallenerster 2009

David Schön, Markus Lotz, Christoph Hopp, Jörn Kowski, Arne Tonn, Ehrhard Müller, Michael Schön und Lars Köppler (von links) bildeten die Siegermannschaft aus Achimer Kurier und Verdener Nachrichten beim 25. Fußballturnier der Zeitungsredaktionen, das Klaus-Peter Berg für den Verein Bremer Sportjournalisten wie gewohnt sicher über das Parkett des AWD-Domes brachte.

 



Karo Herz Pik Kreuz

Klaus-Peter Berg gewann die
VBS-Skatmeisterschaft 2009

Auch die 34. Skatmeisterschaft des Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) im Presseclub verlief spannend: Praktisch entschied der letzte Stich über den Erfolg von Klaus-Peter Berg, der sich mit 1500 Punkten nach zwei ausgeglichenen Runden (775 + 725) vor Jörg Niemeyer (1461) durchsetzte, der ebenfalls in beiden „Halbzeiten“ gleichmäßig gut spielte (721 + 740). Dagegen baute einer der großen Mitfavoriten nach der Pause ab. Jürgen Malekaitis startete mit 845 Zählern, kam aber im zweiten Umgang nur noch auf 466 Punkte. Als Folge musste er sich mit Rang drei (1311) vor Wilhelm Johannson (1284), Klaus-Jürgen Pfeffer (1234), Friedrich Caron-Bleiker (1218), Dietrich Köhler-Franke (922), Ralf Wiegand (914), Michael Thurm (890), Stefan Freye (849), Michael Jacobi (770) und Ludwig Evertz (655) zufrieden geben.
Klaus-Peter Berg gewann den Pokal seit der ersten  Meisterschaft 1975 zum fünften Mal und darf ihn nach den Regeln für immer behalten.

Der VBS steht in der Pflicht, einen neuen Cup anzuschaffen – sowieso. Denn der alte „Pott“ bietet nach vielen Jahren keinen erfreulichen Anblick mehr.   mj


Skatsieger2009

Klaus-Peter Berg (Mitte) gewann den Skat-Pokal 2009 des Vereins Bremer Sportjournalisten im Bremer Presseclub vor Jörg Niemeyer (rechts) und Jürgen Malekaitis und darf ihn für immer daheim parken. Im nächsten Jahr reizen die Bremer Skatspieler um einen neuen „Pott“.       Foto: mj





Neuer Presseausweis für 2010

Im September-"Sportjournalist", dem Organ des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS), erscheint der Antrag auf Ausstellung des bundeseinheitlichen Presseausweises für das Jahr 2010.
Ich teile allen Mitgliedern des Vereins Bremer Sportjournalisten (VBS) mit: Sie müssen diesen Antrag nicht ausfüllen und mir schicken oder faxen, denn es genügt, wenn sie mir per Brief, per Fax, per Anruf oder per eMail mitteilen, dass sie den neuen erhalten möchten. Grund: Alle unsere Mitglieder sind in der elektronischen Datenbank des VDS erfasst und der Antrag auf Ausstellung des Papiers erfolgt ausschließlich elektronisch.
Wenn der Antrag schnell gestellt wird, schickt VDS-Geschäftsführerin Ute Maag den Ausweis noch in diesem Jahr zu.
Später gestellte Anträge werden eben auch später bearbeitet und die Mitglieder, die ihn haben wollen, müssen mich informieren - ein Antrag bei Ute Maag stellt einen Umweg dar, denn sie wird erst mich fragen, ob sie den Ausweis zustellen soll (erfolgt zum Beispiel nicht, wenn der Jahresbeitrag nicht entrichtet worden ist!).

Michael Jacobi (Schriftführer)
Moselstraße 2E
28199 Bremen
Ruf und Fax: 0421/504750
eMail: mijawa@t-online.de






Auszeichnungen für verdiente Mitarbeiter im Bremer Sport in Form der Presse-Ente

DIE ENTE !


Die Bremer Sportjournalisten verliehen die Ente bisher an folgende Personen beziehungsweise Institutionen:

1989: Stadthalle Bremen
1990: MSG Bremen-Nord
1991: Willi Lemke (SV Werder Bremen)
1992: Detmar von Salzen (Handball)
1993: Rolf Behrens (SV Werder Bremen, Manager Amateure)
1994: Jens Eckhoff (TuS Walle Handball)
1995: Ursula Jarre‘ (Tanzsportverband)
1996: Albert Fahlbusch (Bremer Amateur-Boxverband)
1997: Lambert Blank (SV Werder Bremen, Tischtennis)
1998: Werner Mindermann (Bremer Fußballverband)
1999: Waltraud Ehrhardt (Präsidentin Landesschwimmverband Bremen)
2000: Wilfried Gerken (Bremer Radsportverband)
2001: Karin Stürtz (Landesverband Fechten in Bremen)
2002: Horst Petersen (Bremer Fußballverband)
2003: Thomas Gerster (ATSV Habenhausen)
2004: Alfred Prey (Sport- und Pressereferent im REV Bremerhaven)
2005: Frank Minder (Organisator der Bremer Sixdays)
2006: Wilhelm Eickworth (Bremens "Mr. Squash")
2007: Ekkehard Lentz (Tura Bremen)
2008: Horst Neumann (Bremen 1860)
2009: Wolfgang Merdes (Bremer Kegler-Verein)


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